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Ergebnis einer Studie: Reiche Menschen leben länger als arme

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Geld macht bekanntlich nicht glücklich, doch es kann dazu beitragen, dass man länger lebt. Das jedenfalls geht aus einer neuen Studie hervor.

Reiche Menschen leben einer Studie zufolge länger und im Alter beschwerdefreier als arme. (Bild: Getty Images)

Laut der von University College London, der Harvard University und Institutionen in drei weiteren Ländern durchgeführten Studie erreichen reiche Menschen ein höheres Lebensalter als weniger gut betuchte. Und: Mit der materiellen Sorglosigkeit erhöht sich auch die Zahl der Jahre, in denen Menschen ab 50 ohne körperliche Gebrechen leben.

Die Wissenschaftler stützten sich in ihrer Untersuchung auf zwei vorausgegangene Studien. Daraus sammelten sie Informationen, die auf eine Abhängigkeit der Lebenszeit und der Dauer einer körperlich beschwerdefreien Zeit von Faktoren wie Bildung, sozialer Status und Reichtum schließen lässt. Im Fokus standen mehr als 25.000 Frauen und Männer über 50 in England und den USA.

Ein Ergebnis der in The Journals of Gerontology veröffentlichten Studie: Bildung und soziale Klassenzugehörigkeit eines Menschen hätten zwar jeweils Auswirkungen auf Lebensqualität und -Dauer. Ihr Einfluss sei jedoch nicht so groß wie Wohlstand. Anders gesagt: Reiche Menschen lebten nicht nur länger als arme, sondern mit 50 Jahren aufwärts auch länger ohne körperliche Beschwerden.

Langes und beschwerdefreies Leben - dank Reichtum?

Sowohl in den USA als auch in England würden reiche Frauen ab 50 insgesamt 33 Jahre frei von körperlichen Gebrechen leben. Das sind acht bis neun Jahre mehr, als dies bei armen Frauen der Fall ist. Männer würden 31 Jahre beschwerdefrei leben – auch sie im Schnitt acht bis neun Jahre länger als arme Männer.

Die Gründe dafür, dass vor allem die materielle Situation einen Einfluss auf die Lebensqualität und -dauer hat, müsste in einer weiteren Studie analysiert werden, erklärt Dr. Paola Zaninotto, die an der aktuellen Studie beteiligt war. Die Wissenschaftlerin vermutet, dass der leichtere Zugang reicher Menschen zu Geldmitteln, mit denen sie Behandlungen von Krankheiten und körperlichen Beschwerden bezahlen können, eine Erklärung sei.

Eine weitere, von der New York Times zitierte Forscherin, die Professorin für Humanentwicklung und Gerontologie Corinna Loeckenhoff, ergänzt diese Annahme. Demnach seien ärmere Menschen einem größeren Ausmaße Stress ausgesetzt als reiche. Das hätte Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Ihr Tipp für ein längeres Leben: mehr Sport und gesunde Ernährung.