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Embolo-Kommentar: Marcel Reif langt daneben

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Marcel Reif schlägt vor, Gladbachs Breel Embolo nach dessen Party-Eskapade “nonverbal” zu bestrafen und erhält dafür starken - verbalen - Gegenwind.

Auch wegen seiner provokativen Aussagen ist Marcel Reif gern gesehener Gast in Fußballsendungen wie dem Sport1 "Doppelpass". (Bild:Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images )
Auch wegen seiner provokativen Aussagen ist Marcel Reif gern gesehener Gast in Fußballsendungen wie dem Sport1 "Doppelpass". (Bild:Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images )

Marcel Reif gehört zur alten Riege der Sportkommentatoren. Dass deren Gebaren oft etwas aus der Zeit gefallen ist, bewies er einmal mehr in der Sendung “Bild Live”. Dort sollte der 71-Jährige die Causa Embolo kommentieren. Das hörte sich dann dann so an: “Wissen Sie, was mir gefallen würde? Wenn die in der Kabine in Gladbach, und ich könnte mir vorstellen, dass das so ist. Zu meiner Zeit, als ich ein bisschen gekickt habe, war das noch so. Da gab es so eine bestimmte innere Hygiene, um es mal sehr vorsichtig und sehr freundlich auszudrücken.”

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Wo immer Reif gekickt haben mag, in diesem Jahrhundert kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Reif ging noch weiter und empfahl eine “kleine Abreibung” für den 23-jährigen Stürmer, der mutmaßlich gegen die Corona-Auflagen verstoßen hatte. “Nach dem Motto 'Trainer, könnten Sie mal kurz rausgehen, wir brauchen mal fünf Minuten.' Und dann macht man die Musik ein bisschen laut. Und dann wurde demjenigen mitgeteilt – mit relativ klaren, auch nonverbalen Mitteln, was geht und was nicht geht.” Kein Wunder, dass Reifs Gemackere in den Sozialen Medien auf wenig Gegenliebe stieß.

Auch gegen den Moderator der Sendung richtete sich die Kritik, denn der hatte Reif keineswegs in seine Schranken verwiesen. Stattdessen ließ Sportchef Walter Straten seinem Kommentator den unpassenden Vorschlag durchgehen und antwortete lediglich mit einem etwas hilflosen: “Hui, das klingt ja spannend: nonverbale Mittel.”

Tatsächlich reagierte Breel Embolos Verein bereits auf dessen Teilnahme an einer illegalen Party. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sagte Medien gegenüber, dass der Spieler nun mit einer Geldstrafe rechnen müsse, “die ihn empfindlich trifft”. Embolo sei bereits informiert und habe die Strafzahlung akzeptiert, so Eberl.

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Es ist nicht das erste Mal, das Marcel Reif wegen unpassender Formulierungen im Fokus steht. Mit einem Kommentar, in dem er von Dortmunds “Jungtürken” sprach, hatte er sich im “Doppelpass” geäußert. Daraufhin wurde dem Alt-Kommentator latenter Rassismus vorgeworfen. Dieser Vorwurf wurde auch jetzt im Zuge seiner Embolo-Aussage wieder laut. Reif selbst äußerte sich noch nicht zu der Kritik.

VIDEO: So sorgte Breel Embolo im Sport1-Doppelpass für Diskussionen