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Elon Musk sagt, dass er nicht vorhabe, seinen Kindern die Kontrolle über seine Unternehmen zu geben

Elon Musk sagte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, er habe nicht vor, seinen Kindern die Kontrolle über seine Unternehmen zu geben. - Copyright: Cristiano Barni ATPImages/Getty Images
Elon Musk sagte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, er habe nicht vor, seinen Kindern die Kontrolle über seine Unternehmen zu geben. - Copyright: Cristiano Barni ATPImages/Getty Images

Elon Musk sagt, er habe nicht vor, seine Unternehmen in nächster Zeit an seine Kinder zu übergeben.

Der Milliardär sagte in einem Interview beim CEO Council des "Wall Street Journal", er habe Personen gefunden, die seine Unternehmen übernehmen könnten, falls er verhindert sei. Er sei jedoch der Meinung, dass es falsch sei, wenn Führungskräfte ihre Unternehmen oder Stimmrechtsanteile an ihre Kinder übergäben.

"Ich bin definitiv nicht der Meinung, dass ich meinen Kindern automatisch Anteile an den Unternehmen überlasse, auch wenn sie kein Interesse oder keine Neigung oder Fähigkeit haben, das Unternehmen zu führen", sagte Musk. "Ich halte das für einen Fehler."

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Der Tesla-CEO reagierte vor der Veröffentlichung nicht auf eine Anfrage von Insider, um einen Kommentar abzugeben.

Musk hat neun Kinder, von denen das älteste 19 Jahre alt ist. Der Milliardär wird oft mit seinem dreijährigen Sohn X AE A-XII auf Veranstaltungen gesehen und hat seinem Sohn sogar einen eigenen Twitter-Badge gegeben. Die Mutter von Baby X, die Künstlerin Grimes, hat gesagt, dass Musk ihn als "Schützling" sehe.

Aber Musk steht nicht allen seinen Kindern nahe. Vergangenes Jahr beantragte sein ältestes Kind eine Namensänderung und teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass sie nicht länger "in irgendeiner Weise mit meinem biologischen Vater verwandt" sein wolle.

Die Frage, ob man Kinder in sein Imperium einbeziehen sollte, ist eine seit langem geführte Debatte unter Milliardären. Einige Unternehmer wie Steve Jobs von Apple hatten nicht vor, ihr Vermögen an ihre Kinder weiterzugeben.

Doch viele Milliardäre entscheiden sich wie selbstverständlich dafür, ihre Familie mit ins Boot zu holen. So etwa Bernard Arnault oder Rupert Murdoch – sie haben Teile ihres Imperiums an ihre Kinder weitergegeben und dabei allerdings auch familieninterne Nachfolgekämpfe ausgelöst.

Musk, dem fünf Unternehmen gehören, sagte, die Nachfolge sei eines der schwierigsten Probleme seit Menschengedenken, er habe aber den Vorstandsmitgliedern seiner Unternehmen mitgeteilt, welche Personen er sich als Nachfolger in seinen Führungspositionen wünsche. Musk ist sowohl CEO von Tesla als auch Chief Technology Officer bei Twitter.

"Es gibt bestimmte Personen, denen ich im Vorstand gesagt habe: 'Wenn mir unerwartet etwas zustößt, ist dies meine Empfehlung für die Nachfolge'", sagte Musk. "Der Vorstand weiß also in jedem Fall, wen ich empfehle."

Der Milliardär sagte, er mache sich viel mehr Sorgen darüber, wer die Anteile an seinen Unternehmen übernehmen würde – ein Thema, mit dem er laut Musk "gerungen" habe.

Anfang des Monats hatte Musk auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens Gerüchte zerstreut, er suche einen neuen CEO, der ihn als Tesla-CEO ablösen werde. Musks Kommentare kamen, nachdem das "Wall Street Journal" berichtet hatte, dass Teslas Finanzchef Zach Kirkhorn Musks Nachfolger werden könnte.

Im Jahr 2022 sagte Tesla-Vorstandsmitglied James Murdoch – einer der Söhne von Rupert Murdoch – während eines Prozesses gegen Musk und Tesla, dass der Milliardär einen potenziellen neuen CEO für Tesla identifiziert habe, äußerte sich aber nicht dazu, wer diese Person sein könnte. Anfang des Jahres spekulierten mehrere Nachrichtenagenturen, dass der Chef des Autobauers in China, Tom Zhu, Musks Nachfolger werden könnte, nachdem er im Januar die Leitung der Tesla-Montagewerke in den USA und den Vertrieb in Nordamerika und Europa übernommen hatte, so ein Bericht von Reuters.

Musks Nachfolgeregelung für seine Unternehmen, insbesondere für Tesla, ist ins Rampenlicht gerückt, seit er im Oktober den Kurznachrichtendienst Twitter übernommen hat. Musks Beschäftigung mit Twitter löste bei mehreren Anlegern Bedenken aus, die befürchteten, dass er sich zu sehr ablenken würde. Kürzlich schickten mehrere Tesla-Investoren einen offenen Brief an die Vorstandsmitglieder des Unternehmens und forderten, den Milliardär zu zügeln.

Dennoch scheinen sich die Bedenken über Musks Nachfolgeplan in den Wochen, seit er einen neuen CEO für die Leitung von Twitter ausgewählt hat, gelegt zu haben. Damals schrieb der Wedbush-Analyst Dan Ives in einer Notiz, dass Musk endlich Zeit haben werde, sich auf seine "goldenen Kinder" zu konzentrieren.

Lest den Originalartikel auf Business Insider