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EKD-Chef wirbt für Freiheiten für Geimpfte und ein 'Gönnen-Können'

·Lesedauer: 1 Min.

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat für mehr Freiheiten für Geimpfte und einen Geist des "Gönnen-Könnens" geworben. "Dass die seelischen Inzidenzwerte immer mehr in die Höhe steigen, wissen wir seit Langem", sagte Bedford-Strohm am Samstag in Hannover auf der digital organisierten Tagung der EKD-Synode. "Deswegen ist es so wichtig, alles an Freiheiten zu ermöglichen, was mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist." Er ermutige alle, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft seien, dazu, sich mit den bereits Geimpften zu freuen, die nun ohne Risiko bestimmte Freiheiten wieder genießen können.

"Niemandem nutzt die Aufrechterhaltung aller Restriktionen auch der Geimpften", sagte der Münchner Landesbischof. "Es wäre auch nicht verantwortbar, all denen, die in Restaurants, Hotels, in der Kulturwelt und vielen anderen Branchen am Ende ihrer materiellen und seelischen Kräfte sind, die nun wieder ohne Gesundheitsrisiko mögliche Kundschaft einfach vorzuenthalten." Neid sei keine christliche Tugend.

"Wir alle hierzulande gehören faktisch zu den Bevorzugten dieser Welt, wenn man die extreme Ungerechtigkeit in der weltweiten Verteilung der Impfstoffe in den Blick nimmt", gab Bedford-Strohm zu bedenken. "Impfstoffe sind für die ärmeren Länder der Südhalbkugel schlicht unerschwinglich, weil sich die entwickelten Länder 80 Prozent der verfügbaren Impfstoffe gesichert haben." Dies sei ein humanitärer Skandal und eine ausgesprochene Kurzsichtigkeit, denn das Virus könne nur global besiegt werden oder gar nicht. Deswegen gelte das "Gönnen-Können" auch global. "Wir sollten nicht zögern, Impfstoffmengen abzugeben, auch wenn sich dann die eigene Impfung etwas verzögert."