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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.06.2020 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: USA mit neuem Rekord bei Corona-Neuinfektionen - Trump beschwichtigt

WASHINGTON - Mit rund 40 000 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen neuen Höchststand erreicht. Damit ist der bisherige Rekordwert von rund 36 400 Neuinfektionen vom 24. April überstiegen, wie aus Zahlen der John-Hopkins-Universität hervorgeht. Noch vor zwei Wochen lagen die täglich gemeldeten Infektionszahlen bei etwas mehr als der Hälfte des Wertes vom Donnerstag.

USA: Konsumklima der Uni Michigan hellt sich weniger auf als erwartet

MICHIGAN - Das Konsumklima in den USA hat sich weniger erholt als erwartet. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg im Juni gegenüber dem Vormonat um 5,8 Punkte auf 78,1 Punkte, wie die Universität am Freitag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch 78,9 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Aufwärtsrevision auf 79,2 Punkte gerechnet.

USA: Konsumausgaben erholen sich von Corona-Einbruch

WASHINGTON - Die Ausgaben der amerikanischen Verbraucher haben sich im Mai spürbar von ihrem historischen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte, lagen die Konsumausgaben 8,2 Prozent höher als im Vormonat. Das ist ein Rekordanstieg, der allerdings auf einen Rekordrückgang im April folgt. Damals waren die Konsumausgaben um 12,6 Prozent gefallen.

ROUNDUP/WHO-Chef: USA haben Zusammenarbeit formal noch nicht beendet

STRASSBURG/GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher von den USA kein offizielles Schreiben zur Beendigung der Zusammenarbeit erhalten. Die Entscheidung sei zwar angekündigt, ein formales Schreiben sei aber noch nicht eingetroffen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einer Videositzung mit einem Gremium des Europarats. Er nannte den geplanten Schritt Washingtons bedauerlich.

Libysche Ölgesellschaft: Russische Söldner auf wichtigem Ölfeld

TRIPOLIS - Russische und andere ausländische Söldner haben nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft NOC auf einem der wichtigsten Ölfelder Libyens Position bezogen. Sie wollten die Wiederaufnahme der Ölproduktion blockieren, teilte das Unternehmen am Freitag mit und zeigte sich "zutiefst besorgt". Die Söldner fuhren demnach am Donnerstagabend mit einem Fahrzeugkonvoi auf das Scharara-Ölfeld im Südwesten Libyens und trafen sich mit den lokalen Schutzkräften.

Corona-Ausbrüche in Italien: Bulgarische Erntehelfer betroffen

ROM - Im süditalienischen Mondragone hat die Polizei mehrere Gebäude abgeriegelt, weil dort bei bulgarischen Erntehelfern das Coronavirus grassiert. Einige Erntehelfer weigerten sich jedoch, im Sperrgelände zu bleiben, da sie weiterarbeiten wollten. Es kam zu Protesten italienischer Anwohner, wie der Sender RAI berichtete.

Italien: Unternehmens- und Verbrauchervertrauen hellen sich auf

ROM - Die Stimmung in italienischen Unternehmen und unter Verbrauchern hat sich im Juni dank der Lockerungen der Corona-Beschränkungen aufgehellt. Wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom mitteilte, stieg der von ihm erhobene Indikator für das verarbeitende Gewerbe von 71,5 Punkten im Vormonat auf 79,8 Zähler. Volkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 80,0 Punkte gerechnet.

Eurozone: Geldmenge wächst so stark wie seit knapp 12 Jahren nicht

FRANKFURT - Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im Mai weiter beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Juli 2008. Im Vormonat hatte was Wachstum 8,2 Prozent betragen.

Frankreichs Verbraucher wieder zuversichtlicher

PARIS - Die französischen Verbraucher sind im Juni mit der Aufhebung von Corona-Beschränkungen wieder etwas zuversichtlicher gewesen. Wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte, stieg das von ihm erhobene Konsumklima um vier Punkte auf 97 Zähler. Die mittleren Erwartungen von Analysten betrugen 95 Punkte und wurden überboten.

EU-Ratspräsidentschaft: Ischinger für aktivere Rolle Deutschlands

MÜNCHEN - Vor der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Juli hat der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, Deutschland zur Übernahme von mehr internationaler Verantwortung aufgefordert. Die EU müsse in der Außenpolitik zudem grundsätzlich weg vom Einstimmigkeitsprinzip und hin zu Mehrheitsentscheidungen, forderte Ischinger am Freitag im Bayerischen Rundfunk ("Bayern 2, radioWelt am Morgen").

Deutschland: Einfuhrpreise fallen etwas schwächer

WIESBADEN - Die Preise von nach Deutschland eingeführten Gütern sind im Mai erneut stark gefallen, allerdings etwas schwächer als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Einfuhrpreise um 7,0 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Im Vormonat hatte die Rate minus 7,4 Prozent betragen. Von April auf Mai stiegen die Einfuhrpreise dagegen um 0,3 Prozent. Analysten hatten in etwa mit der Entwicklung gerechnet.

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