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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.12.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

ROUNDUP 3: Erdogan stemmt sich gegen Währungsverfall - Lira wertet stark auf

ANKARA/FRANKFURT - Die türkische Regierung stemmt sich mit aller Macht gegen den drastischen Wertverfall der Landeswährung Lira. Wie Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montagabend ankündigte, sollen unter anderem Ersparnisse der Bürger mit einer faktischen Staatsgarantie vor Wechselkursschwankungen geschützt werden. Die türkische Lira reagierte mit drastischen Kursgewinnen gegenüber US-Dollar und Euro, nachdem sie zuvor wochenlang einen historischen Sinkflug hingelegt hatte.

Eurozone: Verbrauchervertrauen trübt sich merklich ein

BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im Dezember merklich eingetrübt. Der Indikator sei um 1,5 Punkte auf minus 8,3 Punkte gefallen, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Analysten hatten diese Entwicklung erwartet. Der Indikator liegt damit nur noch knapp über seinem langfristigen Durchschnitt. In der Europäischen Union (EU) war die Entwicklung ähnlich.

USA: Leistungsbilanz weitet Defizit deutlich aus

WASHINGTON - Das chronische Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im Sommer spürbar gestiegen. Im dritten Quartal erhöhte sich das Defizit gegenüber dem Vorquartal um 8,3 Prozent auf 214,8 Milliarden US-Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem niedrigeren Defizit von 205,0 Milliarden Dollar gerechnet.

Ministerpräsidenten beraten mit Scholz über Omikron-Gefahr

BERLIN - Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben am Dienstagnachmittag ihre Krisengespräche zur drohenden fünften Corona-Welle begonnen. Die Chefinnen und Chefs der Landesregierungen hatten in einer Videokonferenz zuvor bereits allein über schärfere Maßnahmen gegen die rasante Ausbreitung der Virusvariante Omikron beraten.

Experte: Deutsche Autoproduktion seit 2017 halbiert

DUISBURG/FRANKFURT - Der Automobilstandort Deutschland hat unter der Halbleiterkrise deutlich stärker gelitten als andere Länder. In diesem Jahr werden hierzulande nur 2,85 Millionen Pkw vom Band laufen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des privaten Center Automotive Research (CAR) zeigt. Das wären 50 Prozent weniger als im Jahr 2017 und so wenige wie seit dem Ölkrisenjahr 1974 nicht mehr, wie Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer anmerkt. Zuerst hatte die "Welt" über die Ergebnisse berichtet.

Ifo-Institut: Corona dämpft Wirtschaftserholung in Ostdeutschland

DRESDEN - Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie und Lieferengpässe bei Materialien bremsen die Erholung der ostdeutschen Wirtschaft. Der im Sommer erwartete Aufschwung verschiebe sich auf das kommende Jahr, prognostizierte das Ifo-Institut am Dienstag in Dresden. In diesem Jahr soll die ostdeutsche Wirtschaft den Schätzungen zufolge immerhin um 2,6 Prozent wachsen, für das kommende Jahr wird ein Plus von 3,2 Prozent erwartet.

ROUNDUP: RKI registriert 23 428 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 306,4

BERLIN - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 306,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 316,0 gelegen, vor einer Woche bei 375,0 (Vormonat: 372,7).

Steigende Bruttolöhne in Deutschland von Inflation aufgezehrt

WIESBADEN - Die wieder steigenden Bruttolöhne sind im dritten Quartal dieses Jahres vollständig von der Inflation aufgezehrt worden. Die Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen waren 3,9 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Die Verbraucherpreise legten in gleicher Höhe zu, so dass es unter dem Strich keine Veränderung der Reallöhne gab.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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