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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.05.2022 - 17.00 Uhr

USA: NAHB-Immobilienindex fällt stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich im Mai stärker als erwartet eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex fiel um 8 Punkte auf 69 Punkte, wie die National Association of Home Builders am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatte lediglich mit einem Rückgang auf 75 Punkte gerechnet.

USA: Industrie steigert Produktion erneut

WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Produktion im April erneut gesteigert. Die gesamte Herstellung lag 1,1 Prozent höher als im Vormonat, wie die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit plus 0,5 Prozent gerechnet. Der Zuwachs folgt auf solide Anstiege in den Monaten zuvor.

USA: Einzelhandelsumsätze legen erneut zu

WASHINGTON - Der US-Konsum zeigt keine Anzeichen von Schwäche. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im April erneut an, wenn auch geringfügig schwächer als erwartet. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 1,0 Prozent erwartet. Der Anstieg im Vormonat wurde deutlich nach oben revidiert: Der Zuwachs von ursprünglich 0,5 Prozent wurde auf 1,4 Prozent angehoben.

ROUNDUP: Wirtschaftsminister Habeck trommelt für das Energiesparen

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ruft zum Energiesparen auf und hat einen Arbeitsplan zum Thema vorgelegt. "Wer Energie spart, schützt das Klima, stärkt das Land und schont den Geldbeutel", erklärte der Grünen-Politiker am Dienstag. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Pläne berichtet.

ROUNDUP: London will mit Gesetz Brexit-Regeln für Nordirland teils aushebeln

LONDON - Die britische Regierung will mit einem neuen Gesetz die Brexit-Sonderregeln für Nordirland teilweise aushebeln. Außenministerin Liz Truss kündigte am Dienstag im Londoner Unterhaus ein Gesetzesvorhaben an, das die seit dem Brexit neu entstandenen Handelsbarrieren zwischen Nordirland und Großbritannien abbauen soll. Damit löst sich London von den mit Brüssel ausgehandelten Regelungen für Nordirland, die im Brexit-Abkommen gesetzlich festgehalten sind. In Brüssel reagierte man empört auf die Ansage aus London.

ROUNDUP/Nach Vertagung: Koalition und Union ringen um Bundeswehr-Milliarden

BERLIN - Trotz der festgefahrenen Diskussion um die geplante Milliarden-Finanzspritze für die Bundeswehr halten SPD und Union eine zeitnahe Einigung für möglich. Ziel sei, dass das Sondervermögen in der kommenden Sitzungswoche des Bundestags Anfang Juni beschlossen werden könne, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag. Unionsfraktionschef Friedrich Merz machte klar, dass er eine Gesetzesänderung zumindest vor der Sommerpause nicht ausschließt. Die Grünen dagegen wollten sich nicht auf einen Zeitplan festlegen.

Hartz-Sanktionen sollen voraussichtlich bis Mitte 2023 pausieren

BERLIN - Arbeitssuchenden sollen voraussichtlich bis Mitte 2023 keine Kürzung ihrer Hartz-IV-Leistungen fürchten müssen, wenn sie etwa eine zumutbare Arbeit nicht annehmen. Wer sich bei einem Termin im Jobcenter nicht meldet, soll ferner erst im Wiederholungsfall Sanktionen fürchten müssen - und zwar in Höhe von maximal zehn Prozent des Regelbedarfs. Eine entsprechende Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf, der an diesem Donnerstag im Bundestag beschlossen werden soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Mit der Änderung will die Ampelkoalition den Entwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach internen Verhandlungen ihrer Fachleute noch verändern.

US-Finanzministerin Yellen fordert Tempo bei globaler Mindeststeuer

BRÜSSEL - US-Finanzministerin Janet Yellen hat Fortschritte bei der angestrebten internationalen Mindeststeuer für große Unternehmen angemahnt. "Die EU und die USA müssen Führung zeigen, indem sie die globale Mindeststeuer zügig in ihren nationalen Gesetzgebungen umsetzen", sagte Yellen am Dienstag bei einem Besuch in Brüssel mit Blick auf die festgefahrenen Verhandlungen. "Dieses Abkommen wird einen jahrzehntelangen Wettlauf nach unten bei der Unternehmensbesteuerung rund um die Welt beenden." In der EU blockierte zuletzt vor allem Polen die Verhandlungen zur Umsetzung der Mindeststeuer.

Indien lockert Regeln für Weizenexportstopp

NEU DELHI - Nach Indiens Weizenexportverbot hat die Regierung des Landes nun einige Weizenexporte ins Ausland doch erlaubt. Weizenlieferungen, die bis einschließlich vergangenen Freitag dem Zoll übergeben worden seien, dürften exportiert werden, teilte das Handelsministerium in Neu Delhi am Dienstag mit. Konkret nennt es Getreide im Hafen Kandla an der indischen Westküste, das nun nach Ägypten exportiert werden darf.

Italien: Inflation schwächt sich etwas ab

ROM - In Italien hat sich die Inflation auf hohem Niveau etwas abgeschwächt. Die nach europäischem Standard gemessenen Verbraucherpreise erhöhten sich im April gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 6,8 Prozent betragen. Eine erste Schätzung hatte eine Abschwächung auf 6,6 Prozent ergeben. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent und damit ebenfalls etwas schwächer als bisher bekannt.

Bank-of-England-Chef warnt vor 'apokalyptischen' Lebensmittelpreisen

LONDON - Angesichts des russischen Kriegs gegen das wichtige Agrarland Ukraine hat der britische Zentralbankchef Andrew Bailey vor "apokalyptischen" Preissteigerungen bei Lebensmitteln gewarnt. Die Ukraine habe zwar ausreichend Vorräte, aber könne die Waren nicht exportieren, sagte Bailey einem Parlamentsausschuss in London. "Es ist eine große Sorge für dieses Land und eine große Sorge für die Entwicklungsländer", sagte der Chef der Bank of England britischen Medien vom Dienstag zufolge. "Tut mir leid, dass ich apokalyptisch bin, aber das ist ein großes Problem."

Großbritannien: Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

LONDON - In Großbritannien geht die Arbeitslosigkeit weiter zurück. Im März fiel die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer stabilen Quote gerechnet. Im gesamten ersten Quartal fiel die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Schlussquartal 2021 um 0,3 Punkte.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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