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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 09.04.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

ROUNDUP 3: Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz nachschärfen

BERLIN - Überraschende Wende bei der Corona-Strategie von Bund und Ländern: Die vor Ostern vereinbarte nächste Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder fällt aus. Stattdessen soll im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mitteilte. Ziel sei es, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Die Änderung solle schon in der kommenden Woche vom Kabinett beschlossen werden. Dessen Sitzung werde von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen.

USA: Erzeugerpreise steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise im März stärker als erwartet gestiegen. Sie legten zum Vormonat um 1,0 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie betrug der Preisanstieg 0,7 Prozent im Monatsvergleich.

ROUNDUP: Rückschlag für Industrie in Deutschland - Produktion sinkt weiter

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat im Februar unerwartet einen weiteren Dämpfer erlitten. Im Monatsvergleich sei die Produktion im verarbeitenden Gewerbe um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Für die Finanzmärkte kam dies überraschend. Hier war im Schnitt ein Anstieg um 1,5 Prozent erwartet worden. Wirtschaftsexperten erklärten den Einbruch mit Sondereffekten und verwiesen auf Probleme bei der Versorgung mit Vorprodukten.

EZB-Direktorin Schnabel warnt vor Blockade des EU-Wiederaufbaufonds

KARLSRUHE - EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat vor einer Blockade des 750 Milliarden Euro schweren EU-Wiederaufbaufonds gewarnt. "Wenn sich die Auszahlung der Gelder aus dem Fonds auf unbestimmte Zeit verzögern würde, wäre das eine wirtschaftliche Katastrophe für Europa", sagte Schnabel, die im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt, dem "Spiegel". "Dann müsste Europa sich Gedanken über alternative Lösungen machen, aber das könnte dauern."

Spaniens Industrie tritt auf der Stelle

MADRID - In Spanien hat die Industrieproduktion im Februar nach einem schwachen Jahresauftakt überraschend stagniert. Im Monatsvergleich habe sich das Volumen der Fertigung nicht verändert, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Im Januar war die Fertigung um 0,8 Prozent geschrumpft.

Frankreich: Industrieproduktion bricht überraschend ein

PARIS - In Frankreich hat die Industrie im Februar überraschend einen Rückschlag erlitten. In den Unternehmen brach die Produktion um 4,7 Prozent zum Vormonat ein, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Volkswirte wurden überrascht. Sie hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Im Januar war die französische Industrieproduktion noch um 3,2 Prozent gestiegen.

China: Erzeugerpreise ziehen weiter an - Verbraucherpreise steigen nur leicht

PEKING - Der Anstieg der Erzeugerpreise in China setzt sich fort. Die Preise, die Hersteller für ihre Produkte verlangen, zogen im März im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent an, wie das Statistikamt am Freitag in Peking mitteilte. Das ist der deutlichste Anstieg seit fast drei Jahren und mehr als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Der Anstieg ist einerseits ein positives Signal für die Stärke der chinesischen Wirtschaft, andererseits könnten die Daten die zu zuletzt etwas abgeebbten Inflationssorgen wieder größer werden lassen.

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