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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 06.03.2020 - 17.15 Uhr

ROUNDUP: Folgen des Coronavirus für Wirtschaft immer klarer sichtbar

BERLIN - Das neuartige Coronavirus belastet die deutsche Wirtschaft zunehmend - Verbände fordern staatliche Hilfen. Jedes zweite Unternehmen in Deutschland erwartet in diesem Jahr nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) als Folge einen Umsatzrückgang. An den Börsen weiten sich die Verluste immer mehr aus, der Dax <DE0008469008> fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit August vergangenen Jahres. DIHK-Präsident Eric Schweitzer forderte die Politik zu schnell wirksamen Sofortmaßnahmen auf.

Kreise: Russland will Opec-Förderkürzung nicht mittragen

WIEN - Die großen Ölfördernationen scheinen sich nicht auf eine gemeinsame Reaktion auf die Corona-Krise verständigen zu können. Russland lehne eine Verringerung seiner Rohölproduktion zurzeit ab, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag mit Verweis auf informierte Personen. Dies habe Russlands Energieminister Alexander Nowak am Freitag in Wien deutlich gemacht. Er bevorzuge, bis zum Juni zu warten, um dann das weitere Vorgehen zu beraten.

ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt bleibt vor Corona-Krise robust

WASHINGTON - Der US-Arbeitsmarkt hat sich vor der internationalen Verbreitung des neuartigen Coronavirus weiterhin sehr robust gezeigt. Die Beschäftigung legte erneut deutlich zu, während die Arbeitslosigkeit einen 50-jährigen Tiefstand einstellte, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Jobbericht der Regierung hervorgeht. An den Finanzmärkten gingen die Daten überwiegend vorbei, dort herrschte schlechte Stimmung wegen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.

USA: Handelsdefizit sinkt stärker als erwartet - China-Importe fallen

WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im Januar geringer als erwartet ausgefallen. Nach Angaben des amerikanischen Handelsministeriums vom Freitag sank das Defizit im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Milliarden auf 45,3 Milliarden US-Dollar. Die Einfuhren gingen deutlich stärker zurück als die Ausfuhren.

VIRUS/Studie: Corona-Krise belastet Welthandel massiv

HAMBURG - Das neuartige Coronavirus ist nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes eine schwere Belastung für den Welthandel. "Die Einbußen im ersten Quartal entsprechen umgerechnet den Auswirkungen der im Zuge des Handelskonflikts neu eingeführten Zölle im gesamten Jahr 2019", hieß es in einer am Freitag in Hamburg veröffentlichten Studie. Nach Berechnungen des weltgrößten Kreditversicherers betragen die durch das Coronavirus verursachten Kosten pro Quartal derzeit 320 Milliarden US-Dollar (etwa 283 Mrd Euro).

ROUNDUP: Deutsche Industrie vor Corona-Krise mit Auftragsschub

WIESBADEN - Es ist ein Lichtblick für die arg gebeutelte deutsche Industrie: Die Unternehmen haben zu Jahresbeginn einen starken Auftragsschub erfahren. Allerdings dürfte es nicht mehr als ein kurzes Aufflackern sein. Ökonomen fürchten bereits im Februar erheblichen Gegenwind durch den sich ausbreitenden neuartigen Coronavirus. Der Kummer, den die Industrie seit längerem gewohnt ist, dürfte sich also nicht einfach in Luft auflösen.

Deutschland: China erneut wichtigster Handelspartner - Mehr Importe aus dem Land

WIESBADEN - China ist 2019 das vierte Jahr in Folge in der wichtigste Handelspartner Deutschland gewesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte wurde Waren im Wert von 205,7 Milliarden Euro zwischen beiden Staaten gehandelt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die derzeit massiv unter den Folgen der Coronavirus-Epidemie leidet, ist seit 2015 ist das Land, aus dem die meisten Importe nach Deutschland kommen. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 109,7 Milliarden Euro aus China eingeführt, das waren 3,4 Prozent mehr als 2018.

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