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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.06.2020 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2/Trump droht Aufruhr mit Militär: China wirft USA «zweierlei Maß» vor

PEKING - Die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit dem Einsatz von Militärkräften bei den Unruhen in den USA spielt in die Hände der chinesischen Propaganda. Regierungssprecher und Staatsmedien warfen den USA vor, "zweierlei Maß anzulegen" und "sich selbst zu widersprechen". Auch beklagten Kommentatoren am Montag Rassismus, Ungleichheit und Ungerechtigkeit in den USA.

ROUNDUP 2: Schwierige Verhandlungen in Koalition über Corona-Konjunkturpaket

BERLIN - Die Spitzen der großen Koalition haben ihre schwierigen Verhandlungen über ein milliardenschweres Konjunkturpaket in der Corona-Krise fortgesetzt. Aus Teilnehmerkreisen hieß es am Mittwoch, die Kernstreitpunkte seien allesamt noch nicht gelöst. Dazu gehören Kaufanreize für Autos aus Steuergeldern, die Übernahme von Altschulden der Kommunen sowie steuerliche Entlastungen. Mit einer schnellen Einigung rechneten die Teilnehmer nicht.

Brasilien meldet Negativ-Rekord bei Corona-Toten

BRASÍLIA - An nur einem Tag hat Brasilien 1262 Corona-Tote und damit einen neuen Negativ-Rekord registriert. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) hervor. Im März war in Brasilien der erste Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, ein 62 Jahre alter Mann. Seither sind noch nie so viele Infizierte an einem einzigen Tag gestorben.

USA: Industrieaufträge brechen in Rekordtempo ein

WASHINGTON - Die Aufträge an US-Industrieunternehmen sind im April infolge der Corona-Krise erneut massiv eingebrochen. Wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte, erhielten die Unternehmen 13,0 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. Das ist der stärkste jemals gemessene monatliche Rückgang. Analysten hatten sogar mit einem noch etwas deutlicheren Minus gerechnet.

Italien öffnet Grenzen: Viele Hotels in Südtirol sind noch zu

BOZEN/ROM - Italien hat seine Grenzen zwar für Urlauber geöffnet, doch noch sind viele Hotels geschlossen. In der bei deutschen Touristen beliebten Provinz Bozen zum Beispiel haben nach Schätzungen des Hotelier- und Gastwirteverbandes erst maximal 20 Prozent der Betriebe auf. Exakte Zahlen lägen nicht vor, teilte die Landesregierung in Bozen mit. Italien erlaubt seit Mittwoch den Bürgern aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz die freie Einreise.

USA: Dienstleisterstimmung steigt etwas stärker als erwartet

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Mai etwas stärker aufgehellt als gedacht. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) legte gegenüber April um 3,6 Punkte auf 45,4 Punkte zu, wie das Institut am Mittwoch in Tempe mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Anstieg auf im Schnitt 44,4 Punkte gerechnet. Im April war der Einkaufsmanagerindex angesichts der Corona-Krise auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2009 abgesackt.

ROUNDUP: Biden gewinnt wie erwartet Serie von US-Vorwahlen

WASHINGTON - Ex-US-Vizepräsident Joe Biden hat weitere Vorwahlen in mehreren Bundesstaaten gewonnen. Der 77-Jährige sammelte damit Hunderte zusätzliche Delegiertenstimmen für seine geplante Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

USA: Privatsektor verliert im Mai deutlich weniger Jobs

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im Mai deutlich weniger Jobs abgebaut als noch im Vormonat. Wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington bekanntgab, fielen insgesamt 2,76 Millionen Arbeitsplätze weg. Analysten hatten wegen der Corona-Krise einen wesentlich höheren Abbau von im Schnitt 9,0 Millionen Jobs erwartet.

ROUNDUP: Britischer Premier bietet Hongkongern persönlich die Einbürgerung an

HONGKONG - Im Streit um das geplante Sicherheitsgesetz Chinas für Hongkong hat der britische Premierminister Boris Johnson einem großen Teil der Bevölkerung der chinesischen Sonderverwaltungsregion die Einbürgerung in Großbritannien in Aussicht gestellt. In einem persönlichen Gastbeitrag in der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" vom Mittwoch schrieb Johnson, falls China das Gesetz verabschieden sollte, hätte Großbritannien "keine andere Wahl", als sein Einwanderungsgesetz weitreichend zu ändern.

ROUNDUP/Eurozone: Einkaufsmanager-Stimmung erholt sich etwas von Einbruch

LONDON - Die extrem schlechte Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Mai etwas stärker aufgehellt als erwartet. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Mittwoch in London in einer zweiten Schätzung mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft um 18,3 Punkte auf 31,9 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich eine Bestätigung der Erstschätzung von 30,5 Punkten erwartet. Im April hatte der Indikator noch mit 13,6 Punkten den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1998 erreicht.

ROUNDUP/Eurozone: Arbeitslosigkeit steigt im April nur leicht

LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat im April trotz Corona-Krise nur leicht zugelegt, allerdings auch aufgrund statistischer Besonderheiten. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, erhöhte sich die Arbeitslosenquote von März auf April in den 19 Euroländern um 0,2 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlich höheren Anstieg auf 8,2 Prozent gerechnet. Eurostat revidierte zudem den Wert für März von zuvor 7,4 Prozent auf 7,1 Prozent nach unten.

Britische Dienstleisterstimmung erholt sich von Rekordtief

LONDON - Die britischen Dienstleister geben sich in der Corona-Krise etwas zuversichtlicher. Nach einem Rekordabsturz im April hellte sich ein entsprechender Stimmungsindikator im Mai wieder etwas auf. Wie die Marktforscher von IHS Markit am Mittwoch laut einer zweiten Schätzung mitteilten, stieg der von ihnen erhobene Einkaufsmanagerindex von einem Rekordtief von 13,4 Punkten im Vormonat auf 29,0 Zähler. Analysten hatten im Mittel einen etwas schwächeren Anstieg erwartet. In einer ersten Schätzung waren zunächst noch 27,8 Punkte ermittelt worden.

Eurozone: Erzeugerpreise fallen stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Produzentenpreise in der Eurozone sind im April aufgrund deutlich sinkender Energiepreise spürbar gefallen. Die Erzeugerpreise seien im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 4,2 Prozent gerechnet. Bereits im März waren sie um 2,8 Prozent gesunken

Eurozone: Arbeitslosigkeit steigt im April nur leicht

LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat im April unerwartet nur leicht zugelegt. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, erhöhte sich die Arbeitslosenquote von März auf April in den 19 Euroländern um 0,2 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlich höheren Anstieg auf 8,2 Prozent gerechnet. Eurostat revidierte zudem den Wert für den März von zuvor 7,4 Prozent auf 7,1 Prozent nach unten.

Schweizer Wirtschaft schrumpft 2,6 Prozent im 1. Quartal

BERN - Wegen der Corona-Pandemie ist die Schweizer Wirtschaft im 1. Quartal um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Die Wirtschaftsaktivitäten seien im März bereits stark eingeschränkt gewesen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch mit. Zudem habe der internationale Konjunktureinbruch die Exportwirtschaft gebremst. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,3 Prozent zurück. Prognoseinstitute rechnen für das Gesamtjahr mit einem Einbruch von mehr als fünf Prozent.

Bundesagentur rechnet mit sechs Millionen Kurzarbeitern durch Corona

NÜRNBERG - Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für April wegen der Corona-Krise mit sechs Millionen Kurzarbeitern. Die Rücklage der Bundesagentur in Höhe von 26 Milliarden Euro werde zur Finanzierung voraussichtlich nicht ausreichen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele, am Mittwoch in Nürnberg. Der Arbeitsausfall der Kurzarbeiter liege einer Schätzung zufolge im Schnitt bei 50 Prozent und damit höher als bei früheren Krisen.

ROUNDUP: Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona-Krise im Mai weiter

NÜRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise im Vergleich zum April noch einmal um 169 000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577 000 Personen nach oben.

Weltwirtschaftsforum Davos öffnet sich für Dialog mit jungen Leuten

GENF - Das Davoser Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit Regierungschefs und Wirtschaftsführern soll für junge Leute in aller Welt geöffnet werden. Tausende sollen dafür im Januar 2021 in 400 Städten online mit den in Davos Anwesenden in einen Dialog treten können, teilte das WEF am Mittwoch an seinem Sitz in Cologny bei Genf mit. Das Treffen steht unter dem Motto "Der große Neustart".

China: Stimmung der Dienstleister erholt sich unerwartet stark

PEKING - In China hat sich die Stimmung in den Dienstleistungsfirmen im Mai überraschend deutlich erholt und signalisiert jetzt wieder ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität. Der von der Mediengruppe "Caixin" und dem britischen Forschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufgsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im Vergleich zum Vormonat um 10,6 Punkte auf 55,0 Punkte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.

Ifo: Stimmung in der Autobranche nicht mehr ganz so schlimm

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Autobranche hat sich ein Stück weit aufgehellt, bleibt aber schlecht. Vor allem die aktuelle Geschäftslage beurteilen die Unternehmen weiter sehr negativ, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte. "Im dunklen Keller steigt die Branche einige Treppenstufen hoch, sieht aber immer noch kein Licht", sagte der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. Auch Personalabbau wird wahrscheinlicher.

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