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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.11.2020 - 17.00 Uhr

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USA: ISM-Index für die Industrie steigt deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Oktober deutlich stärker als erwartet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg von 55,4 Punkten im Vormonat auf 59,3 Zähler, wie das Institute for Supply Management am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einer Aufhellung auf im Mittel 56,0 Punkte gerechnet. Belastet durch die Corona-Krise war der Indikator im April noch bis auf 41,5 Punkte gefallen.

USA: Bauausgaben steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im September weniger gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich seien die Ausgaben um 0,3 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Montag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat auf 0,8 Prozent (zunächst +1,4 Prozent) nach unten revidiert.

US-WAHL: Trump und Biden geben sich am letzten Wahlkampftag siegessicher

WASHINGTON - Zum Auftakt des letzten Tages vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag haben sich beide Kandidaten siegesgewiss gezeigt. Vor einem Kundgebungsmarathon in fünf Städten im Nordosten der USA rief Amtsinhaber Donald Trump in einer Videobotschaft dazu auf, möglichst früh und im Wahllokal zu wählen. Sein Herausforderer Joe Biden hatte zum Abschluss noch zwei Auftritte geplant und kritisierte Trumps Reise in den besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen Staat Wisconsin.

Spaniens Regierung lehnt Ausgangssperren wie im Frühjahr ab

MADRID - Die spanische Regierung hat die Forderung der Region Asturien nach Verhängung einer Ausgangssperre zur Eindämmung der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen als unnötig abgelehnt. Gesundheitsminister Salvador Illa betonte am Montag, derzeit seien Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr wie während des monatelangen Lockdowns im Frühjahr nicht vorgesehen, wie die Zeitungen "El País" und "La Vanguardia" berichteten. Zunächst solle die Wirkung der bereits zur Einschränkung sozialer Kontakte ergriffenen Maßnahmen abgewartet werden, habe Illa hinzugefügt. Dazu gehören in vielen Regionen nächtliche Ausgangssperren.

ROUNDUP: Italien bekommt drei Corona-Risikozonen - Neue Verschärfungen

ROM - Italien setzt im Kampf gegen die zweite Corona-Welle auf eine neue Strategie mit drei Risikozonen und weiteren Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürger. Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag in Rom angekündigte, müssen zudem alle Museen und Ausstellungen im Land schließen. Die Mitte-Links-Regierung plant für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Vorgesehen seien auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, kündigte Conte im Parlament an, ohne Uhrzeiten zu nennen.

Merkel: Mehrwertsteuersenkung läuft zum Jahresende aus

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einer Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung über das Jahresende hinaus eine Absage erteilt. Die Mehrwertsteuersenkung laufe automatisch aus, sagte Merkel am Montag in Berlin. Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt 7 Prozent. Damit wollte die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

Bundesbank: Banken in Summe gut auf Brexit eingestellt

FRANKFURT - Die Finanzbranche ist nach Einschätzung der Bundesbank insgesamt gut auf die Folgen des britischen EU-Austritts vorbereitet. "Auch wenn ein Rest an Unwägbarkeit bleibt, kann der Schalter jetzt umgelegt werden. Für den Bankensektor sind die größten Klippen im Großen im Ganzen umschifft", stellte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling am Montag fest. "Regulierung, Aufsicht und Banken haben alles getan, um Störungen oder gar Turbulenzen am 1. Januar 2021 zu vermeiden. Aus unserer Sicht kann der Brexit daher kommen."

ROUNDUP: Industriestimmung in der Eurozone auf Zweijahreshoch

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Oktober weiter von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg auf Monatssicht um 1,1 Punkte auf 54,8 Punkte, wie das Institut am Montag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit liegt der Indikator so hoch wie seit gut zwei Jahren nicht mehr und zeigt klar Wachstum an. Ein erstes Schätzergebnis hatte noch 54,4 Punkten ergeben.

Großbritannien: Industriestimmung trübt sich weniger als erwartet ein

LONDON - Die Stimmung in der britischen Industrie hat sich im Oktober weniger als zunächst ermittelt eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit fiel um 0,4 Punkte auf 53,7 Punkte, wie das Forschungsunternehmen am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt die Bestätigung der Erstschätzung von 53,3 Punkten erwartet.

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