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DIW-Chef Fratzscher: Politik verschließt Augen vor der Realität

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse in der Corona-Krise kommen aus Sicht des Chefs des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, einer "Kapitulation gegenüber dem Virus gleich". "Schon vor zweieinhalb Wochen hatten Virologinnen und Virologen vor dem jetzt eingetretenen Szenario gewarnt", teilte er am Dienstag mit. "Daher war die aktuelle Kehrtwende unvermeidbar." Die neue Entscheidung sei "wieder einmal ein fauler Kompromiss, der den Verantwortlichen eine Gesichtswahrung ermöglicht, aber zu wenig tut, um das Virus zu stoppen".

Bund und Länder versuchten, die Verantwortung an die lokalen Behörden abzuschieben, anstatt bereits versprochene Maßnahmen konsequent umzusetzen. "Die zu späten und widersprüchlichen Entscheidungen der vergangenen sechs Monate haben den größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden verursacht."

Bund und Länder hatten sich am frühen Dienstagmorgen neben einem "Oster-Lockdown" auch darauf geeinigt, dass die Anfang März vereinbarte "Notbremse" bei mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen konsequent umgesetzt werden soll. Öffnungsschritte sollen bei Erreichen der Marke zurückgenommen werden.