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Diese Aldi-Nord-Managerin sorgt dafür, dass ihr die passende Schokolade zum richtigen Preis in den Filialen findet

Sarah Dreckmann sorgt bei Aldi Nord dafür, dass die richtigen Produkte zum richtigen Preis in den Regalen stehen. - Copyright: Aldi Nord
Sarah Dreckmann sorgt bei Aldi Nord dafür, dass die richtigen Produkte zum richtigen Preis in den Regalen stehen. - Copyright: Aldi Nord

Dieser Artikel ist Teil einer Porträtreihe der Zukunftsmacherinnnen 2022, die von Business Insider ausgewählt und zusammen mit unserem Partner Regis 24, einem Data-Tech-Unternehmen und Auskunftei, in Berlin ausgezeichnet wurden. Das komplette Ranking findet ihr hier.

Sarah Dreckmann hat eine große Aufgabe bei Aldi Nord. Sie ist Managing Director International Category Management. Was sich hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt, hat Dreckmann ihrem Neffen vor einiger Zeit so erklärt: "Ich arbeite nicht in der Filiale, sondern sorge dafür, dass du die Schokolade kriegst, die du gern magst und deine Mama die auch bezahlen kann", erinnert sie sich im Gespräch mit Business Insider. Das macht Dreckmann aber nicht nur für ihren Neffen und seine Mutter, sondern für die Aldi-Kunden aus insgesamt neun Ländern. Das Unternehmen ist neben Norddeutschland mit seinen Märkten inzwischen in Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Polen vertreten.

Mit ihrem 180 Personen starken Team analysiert Dreckmann außerdem das Kaufverhalten von Kundinnen und Kunden. Dafür braucht sie in ihrem Job vor allem zwei Dinge, wie sie sagt: ein gutes Bauchgefühl gepaart mit einer guten Datengrundlage, "um die Kunden und das, was sie wollen, zu verstehen". Viel habe auch mit Marktdaten zu tun. Allerdings, das gibt sie zu, steckt sie nicht in jedem Thema gleich tief drin. "Beispielsweise liegen mir Süßwaren und – aus der Historie – Getränke mehr als andere Bereiche", sagt sie. Schließlich begann ihre Karriere bei Coca-Cola.

Dreckmanns Karriere begann bei Coca-Cola

Vor zwölf Jahren war das. Nach dem Abitur sei ihr sehr schnell klar geworden, dass sie dual studieren wolle. So sei sie auf Coca-Cola gestoßen. Das Unternehmen aber hat sie zunächst zappeln lassen: "Es war tatsächlich die erste Bewerbung, die ich losgeschickt habe, aber die letzte, auf die ich eine Antwort gekriegt habe", erinnert sie sich.

Nach dem Studium startete Dreckmann bei Coca-Cola im Außendienst. Parallel zu ihrer Zeit bei dem Getränkehersteller machte sie ihren Master in Marketing. Nach insgesamt zehn Jahren war dann allerdings bei Coca-Cola Schluss. Damals habe sie sich gedacht: "Wenn du jetzt nicht gehst, gehst du bestimmt nie – obwohl es natürlich ein super Unternehmen ist. Ich wollte meinen Horizont erweitern und nicht mehr alles durch diese rote Coca-Cola-Brille sehen."

Für einen kurzen Abstecher von einem Jahr ging sie zu Homann Feinkost, bis es sie schließlich zu einem der größten Discounter Deutschlands zog: Aldi Nord. Im Interview mit Business Insider zeigt sie sich glücklich mit ihrem Job. Vor allem gefällt ihr die gesellschaftliche Aufgabe des Unternehmens, wie sie es beschreibt: "In meinem Job treibt mich an, dass wir jeden Tag etwas verändern können. Vor allem in der Hochphase der Corona-Pandemie habe ich das gemerkt: Wir sind Grundversorger, wir versuchen jeden zu erreichen und das in neun Ländern", sagt Dreckmann. Dennoch gibt es Dinge, die ihr an ihrem Job nicht so gut gefallen. Darunter falle alles, was mit Admin-Aufgaben zu tun habe, beispielsweise Rechnungen freizugeben.

Neben ihrer mittlerweile zwei Jahre langen Karriere bei Aldi Nord habe sie neben dem Job eine weitere Leidenschaft für sich entdeckt. Wegen ihres Neffen sei sie Expertin für Lego-Bausteine geworden. Vielleicht gibt es ja demnächst auch mal die bunten Plastik-Steine unter den wöchentlichen Aktionsartikeln des Discounters.