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Adelsexperte stellt Vermutungen über Herrschaft der Queen an

Laut dem royalen Biografen Andrew Morton sei die Herrschaft der Queen angeblich „praktisch vorbei“ und die Coronavirus-Krise hätte „im Prinzip“ ihren Sohn Prinz Charles „auf den Thron befördert“.

Der royale Biograf behauptet, Prinz Charles sei „im Prinzip auf den Thron befördert“ worden. (Foto: Getty Images)

„Es ist schrecklich traurig, aber ich kann nicht erkennen, wie die Queen ihre Arbeit wieder aufnehmen soll. Das COVID-19-Virus wird nicht so bald verschwinden und uns noch Monate, wenn nicht sogar Jahre, begleiten“, erzählte Andrew Morton dem Daily Telegraph. „Sie hat es immer geliebt, sich öffentlich zu zeigen und Leute zu treffen, aber das Risiko kann sie nicht eingehen.“ Morton zufolge habe die Pandemie im Grunde genommen Prinz Charles auf den Thron befördert.

Die 94-jährige Monarchin befindet sich seit ein paar Monaten mit ihrem 99 Jahre alten Ehemann Prinz Philip in Windsor Castle. Morton äußerte seine Spekulationen nur wenige Wochen, nachdem es laut der Sunday Times hieß, dass sich die Queen aufgrund der Coronavirus-Pandemie wahrscheinlich für Monate vom öffentlichen Leben zurückziehen werde. „Es wäre viel zu riskant für die Queen, damit zu beginnen, wieder regelmäßig Menschen zu treffen“, sagte er.

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Die letzte öffentliche Verpflichtung der Queen war der Commonwealth-Gottesdienst in Westminster Abbey am 9. März. Ihre Rede an die Nation zu Beginn des Lockdowns verfolgten 24 Millionen Zuschauer im Fernsehen.

Queen Elizabeth II. und Prinz Philip. (Foto: Antony Jones/Getty Images)

Kritik wegen Post

Letzte Woche stand die Queen in der Kritik, nachdem der offizielle Instagram-Account der britischen Königsfamilie einen Post anlässlich ihres Krönungsjubiläums geteilt, den Social-Media-Aufruf nach einem „Blackout“ als Unterstützung für die „Black Lives Matter“-Bewegung jedoch ignoriert hatte.

Die Queen wurde am 2. Juni 1953 gekrönt. Es ist ihr 67. Jahr auf dem Thron. Da es seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd weltweit Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gibt, wurde ihr feierlicher Post als unangemessen kritisiert.

Die Entscheidung der Königsfamilie, einen feierlichen Post anlässlich des Jahrestages ihrer Krönung zu veröffentlichen, machte viele britische Bürger, die die Proteste in den USA unterstützen, wütend. Sie wiesen darauf hin, dass die Instagram-Seite die Bewegung nicht einmal anerkannt habe.

„Ich liebe die Königsfamilie, aber das ist so unangemessen…“, schrieb eine Frau zu dem Post. Ein anderer meinte: „Ihr kümmert euch nur um euch selbst in einer Zeit, in der es weltweit zu Protesten kommt, um gegen Unterdrückung zu kämpfen.“

Manche verteidigten die Monarchin und argumentierten, der “Queen's Commonwealth Trust”, eine von Prinz Harry und Herzogin Meghan geführte Wohltätigkeitsorganisation, habe auf Twitter Unterstützung für die Bewegung verkündet. Queen Elizabeth ist die Schirmherrin der Organisation.

Autorin: Sarah Carty