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Die größten Werbetreibenden Deutschlands 2018

Das Medienunternehmen “Nielsen” hat seinen jährlichen Bericht veröffentlicht, in dem die Werbeausgaben der größten Unternehmen für das Jahr 2018 offengelegt werden. Welche Unternehmen haben das meiste Geld in die Werbung gepumpt? Wer ist der absolute Spitzenreiter?

(Foto: Statista)

Während die hinteren Plätze des “Nielsen”-Rankings recht nahe beieinander liegen – Opel gab 169 Millionen Euro aus, Check24 171 Millionen und Reckitt Benckiser 182 Millionen – sieht es in den Top 3 schon extremer aus.
Platz drei für das Jahr 2018 geht an L’Oréal mit 347 Millionen Euro. Der Kosmetikkonzern gab also fast das Doppelte des Etats von Opel aus. Platz zwei im Gesamtranking geht derweil an Ferrero. Auch wenn der Süßwaren-Konzern immer wieder in der Kritik steht, steht es um die Einnahmen goldig. 2017 konnte der internationale Konzern seine Umsätze erstmals auf über 10 Milliarden Euro steigern. Werbeausgaben von 477 Millionen Euro wirken da fast wie Peanuts.
Doch selbst wenn L’Oréal und Ferrero ihre Werbeausgaben kombinieren würden, stünden sie noch hinter der alten und neuen Nummer eins: Procter & Gamble. Schon 2017 stand das Unternehmen mit über einer Milliarden Euro an der Spitze. Auch dieses Mal ließ sich der Hersteller von Pampers, Gillette und Co. nicht lumpen und zahlte über eine Milliarde Euro für Werbung. Weltweit nimmt der Konzern im Schnitt aber auch über 65 Milliarden Euro ein.

Interessant wird es, wenn man sich die Verfolger von Procter & Gamble aus dem Vorjahr anschaut. Ferrero konnte seine Position halten, doch die alte Nummer drei, Volkswagen, ist aus den Top 5 verschwunden. Waren es 2017 noch 374 Millionen, die in die Werbung für Deutschland geflossen sind, stand der Wert 2018 laut “Nielsen” nur noch bei 258 Millionen Euro. Zahlreiche Konzerne, darunter Amazon, Lidl und Sky, zogen im vergangenen Jahr an VW vorbei. Gerade nach dem Dieselskandal hätte VW doch eine stärkere PR eigentlich nötig gehabt, oder nicht? Die Zahlen des Unternehmens sprechen da eine andere Sprache. Zwar sind noch keine endgültigen Umsätze veröffentlicht, doch VW selbst spricht schon von einem erfolgreichen Jahr 2018.