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Devisen: Eurokurs steigt auf höchsten Stand seit März

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> ist am Dienstag nach dem EU-Gipfel auf den höchsten Stand seit vier Monaten gestiegen. Am Nachmittag kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1487 US-Dollar. Dies ist der höchste Stand seit März. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1443 (Montag: 1,1448) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8739 (0,8735) Euro.

Die EU-Staaten hatten sich am frühen Dienstagmorgen auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Es geht um ein Corona-Konjunkturprogramm und den nächsten siebenjährigen EU-Haushalt. Das Europäische Parlament muss dem Paket allerdings noch zustimmen. Vor der Einigung am frühen Morgen hatte der Eurokurs noch beständig zugelegt, nach Bekanntwerden bröckelte er zunächst etwas ab. Am Nachmittag legte er merklich zu.

"Mit der Einigung auf einen Fonds für die wirtschaftliche Erholung hat die EU ein wichtiges Zeichen der Solidarität, der Handlungsfähigkeit und des weit reichenden Wandels gesetzt", kommentierte Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. Die Europäische Union zeige, dass sie sich tiefgreifend verändere. "Die wirtschaftliche Erholung wird jedoch nur funktionieren, wenn die betroffenen Länder selbst erhebliche Reformanstrengungen unternehmen", so Fuest.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90055 (0,90575) britische Pfund, 122,70 (122,63) japanische Yen und 1,0740 (1,0736) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1835 Dollar gehandelt. Das waren etwa 18 Dollar mehr als am Vortag.