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Devisen: Eurokurs stabil - Schwellenländer gewinnen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> hat sich am Freitag trotz schlechter US-Arbeitsmarktzahlen wenig von der Stelle bewegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0840 US-Dollar und damit in etwa so viel wie im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0843 (Donnerstag: 1,0783) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9223 (0,9274) Euro.

In den USA fiel die Zahl der Beschäftigten im April wegen der Corona-Krise im Rekordtempo. Der Rückgang von 20,5 Millionen war der stärkste seit Beginn der Erhebung. Die Arbeitslosenquote stieg auf 14,7 Prozent und erreichte den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Reaktionen an den Finanzmärkten hielten sich in Grenzen, da sogar noch schlechtere Daten erwartet wurden.

Während die Kursbewegung zwischen Euro und Dollar gering ausfielen, profitierten der australische und der neuseeländischer Dollar von einer Entspannung zwischen den beiden Wirtschaftsmächten USA und China. In einem Telefonat hochrangiger Regierungsvertreter wurde vereinbart, an den Vereinbarungen zur Beilegung des Handelsstreits festhalten zu wollen. China ist ein wichtiger Handelspartner der rohstoffreichen Länder Australien und Neuseeland.

An den Finanzmärkten sorgte die Entspannung für Erleichterung, weil der Ton zwischen den Wirtschaftsriesen zuletzt wieder rauer geworden war. Von der jetzigen Entspannung profitierten auch Währungen zahlreicher Schwellenländer wie der russische Rubel oder der südafrikanische Rand. Der japanische Yen als klassischer sicherer Hafen wurde dagegen belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87535 (0,87478) britische Pfund, 115,34 (114,91) japanische Yen und 1,0529 (1,0530) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1717 Dollar gehandelt. Das waren etwa eineinhalb Dollar mehr als am Vortag.