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Devisen: Euro rutscht im US-Handel weiter ab

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LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am letzten Handelstag des laufenden Jahres im US-Handel weiter nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Donnerstag zuletzt mit 1,2218 US-Dollar gehandelt. Im europäischen Frühhandel hatte sie noch über 1,23 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2271 (Mittwoch: 1,2281) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 08149 (0,8143) Euro.

Gestützt wurde der Dollar durch die besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten aus den USA. So sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gefallen. In der Eurozone wurden am letzten Handelstag des Jahres keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht.

Der Euro hat in diesem Jahr deutlich zugelegt. So war der Kurs am Mittwoch erstmals seit April 2018 über 1,23 Dollar gestiegen. Im März war der Euro in der ersten Welle der Corona-Pandemie noch bis auf 1,06 Dollar gefallen. Das von den EU-Staaten beschlossene Konjunkturpaket und die gemeinsame Schuldenaufnahme stärkten jedoch das Vertrauen in den Euro. Dies schaffte die Voraussetzung für den Kursanstieg in diesem Jahr.

Zudem machte die US-Notenbank deutlich, dass sie die Inflation nicht mehr so entschlossen wie bisher bekämpfen will. Dies schwächte den Dollar, der in diesem Jahr zu allen wichtigen Währungen nachgab.