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Deutsche haben immer mehr auf der hohen Kante

Sophie Winter
Freie Autorin

Das Vermögen, das deutsche Privatleute zusammen angespart haben, ist mit mehr als sechs Billionen Euro so hoch wie noch nie. Die von der Bundesbank berechnete Summe setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen und bedeutet nicht, dass auch tatsächlich mehr Menschen Rücklagen angespart haben als in früheren Jahren.

Sparen die Deutschen wirklich so viel Geld? (Symbolbild: Getty Images)

Obwohl die Deutschen wegen der niedrigen Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate im vergangenen Jahr fast 40 Milliarden Euro verloren haben, haben sie laut Bundesbank insgesamt mehr Vermögen angehäuft.

Heruntergebrochen auf 82,79 Millionen Einwohner bedeutet die Summe von insgesamt 6,05 Billionen Euro, dass im Durchschnitt jeder Deutsche ein Plus von 73.076 Euro auf seinem Sparkonto haben müsste.

Über die Verteilung sagt die Untersuchung nichts aus

Darüber, wie sich das angehäufte Vermögen auf die einzelnen Menschen verteilt, lässt die Untersuchung aber keinen Schluss zu. Vor rund einem Jahr hatte eine Umfrage des ING-Diba ergeben, dass ganze 27 Prozent der Deutschen überhaupt keine Rücklagen haben. Die Bundesbank hat für ihre Untersuchung Bargeld ebenso berücksichtigt wie Wertpapiere, Bankeinlagen und Versicherungsansprüche.

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Ein weiteres Ergebnis: Die Deutschen sparen recht konservativ und bevorzugen vor allem risikoarme Anlagen. Daneben nahmen viele die Niedrigzinsen zum Anlass, um sich von den Banken zum Beispiel für Baukredite Geld zu leihen. Zum Ende des dritten Quartals 2018 beliefen sich die Verbindlichkeiten deutscher Privathaushalte auf insgesamt 1,78 Billionen Euro.

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