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Deutsche Fußball Liga flirtet erneut mit Private Equity: Kreise

(Bloomberg) -- Die Deutsche Fußball Liga DFL erwägt erneut einen Verkauf von Medienrechten an Investoren aus dem Bereich Private Equity. Das berichten mit den Überlegungen vertraute Personen. Entsprechende Pläne waren vor etwas mehr als einem Jahr auf Eis gelegt worden.

Die Geschäftsführerin der DFL, Donata Hopfen, wird mit führenden Personen von Vereinen wie dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt erörtern, ob die Bundesliga von einer solchen Investition profitieren können, so die Personen.

Zu den Optionen, die erwogen werden, gehört der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an einer Gesellschaft, die einen Teil oder die gesamten Medienübertragungsrechte der Bundesliga verwaltet, an Private-Equity-Investoren, so die Personen, die nicht genannt werden wollten, da die Informationen nicht öffentlich sind. Daneben werden auch Darlehen und andere Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht gezogen, so die Personen.

Die DFL betreibt die beiden höchsten deutschen Fußballligen und hatte bereits mit einer Reihe von möglichen Investoren Gespräche geführt über einen Vertrag zu Medienrechten, diese im Mai 2021 allerdings abgebrochen. Advent International und BC-Partner waren unter den Interessenten, hatte Bloomberg News seinerzeit berichtet.

Private-Equity-Firmen haben sich in der Vergangenheit als willige Käufer von Unternehmen erwiesen , die lukrative Übertragungsrechte für den beliebtesten Sport der Welt besitzen.

Letztes Jahr erklärte sich CVC Capital Partners bereit, 2,1 Milliarden Euro für einen Teil der Übertragungsrechte der spanischen La Liga zu zahlen. Ein ähnliches Abkommen zur italienischen Serie A war zuvor gescheitert. Im April einigte sich CVC mit dem Betreiber der französischen Liga auf den Kauf eines Minderheitsanteils an einer kommerziellen Tochter.

Pandemie-Erholung

Die Ligabetreiber in Europa sind Investoren gegenüber zugänglich, nachdem die Pandemie zur Verlegung von Spielen und Schließung von Stadien geführt hatte, mit entsprechenden Folgen für die finanzielle Situation der Vereine.

Laut einem Bericht von Deloitte stieg das Verhältnis zwischen Löhnen und Einnahmen etwa in der Bundesliga in der Spielzeit 2019/20 auf 56% und damit auf den höchsten Stand seit 20 Jahren.

Die Arbeitsgruppe der DFL, in der auch der SC Freiburg und Zweitligist SV Darmstadt 98 vertreten sind, soll bis Herbst Finanzierungoptionen erarbeiten, heißt es.

Zur Diskussion steht auch die so genannte 50+1-Regel des deutschen Fußballs, die verhindert, dass ein kommerzieller Investor mehr als 49% der stimmberechtigten Anteile an einem Verein hält, so die Personen. Ein Vertreter der DFL lehnte eine Stellungnahme ab, Vertreter der genannten Vereine waren nicht kurzfristig für Stellungnahmen erreichbar oder wollten das Thema nicht kommentieren.

Regelüberprüfung

Die seit 1998 geltende Regel hat dazu beigetragen, dass die Gehälter der Profis und die Eintrittspreise in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ligen niedrig gehalten werden konnten. Anderswo pumpen superreiche Investoren Millionen in den Kauf von Spielern, was letztendlich die Kosten für die Fans ansteigen lässt.

Obschon die Regel bislang ausländische Käufer mehrheitlich abgeschreckt hat, haben Investoren, die mit Pacific Media Group aus den USA in Verbindung stehen, kürzlich eine Minderheitsbeteiligung am 1. FC Kaiserslautern übernommen.

Überschrift des Artikels im Original:

German Football Is Said to Flirt with Private Equity Money Again

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©2022 Bloomberg L.P.

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