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Deutsche Firmen in Litauen von Konflikt mit China betroffen

·Lesedauer: 1 Min.

VILNIUS (dpa-AFX) - In Litauens Konflikt mit China gerät die deutsche Wirtschaft in dem baltischen EU-Land zwischen die Fronten. Litauische Medien zitierten am Mittwoch aus einem Schreiben der Deutsch-Baltischen Handelskammer (AHK) an die Regierung in Vilnius, wonach deutsche Firmen in Litauen wegen Spannungen zwischen den beiden Ländern vor Problemen stehen. Demnach könnten Teile für die Fertigung nicht aus China importiert werden. Auch laufende Investitionsvorhaben seien davon betroffen. Umgekehrt könnten in Litauen hergestellte Fertigprodukte nicht mehr an internationale Kunden in China versendet werden, hieß es in dem Brief.

Die AHK warnte, dadurch werde das grundlegende Geschäftsmodell von Unternehmen in Frage gestellt. In ihrem Schreiben an Außenminister Gabrielius Landsbergis und Wirtschaftsministerin Ausrine Armonaite rief die Kammer dazu auf, eine "konstruktive Lösung" zu finden, um die litauisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen wiederherzustellen. Deutschland ist der viertgrößte Investor in Litauen. Dort sind etwa die Autozulieferer Continental <DE0005439004> und Hella <DE000A13SX22> aktiv.

Zwischen Litauen und China war es in den vergangenen Monaten zu Spannungen gekommen. Peking hatte seine diplomatischen Beziehungen zu dem baltischen Staat herabgestuft, nachdem Taiwan in Vilnius eine Repräsentanz unter eigenem Namen eröffnet hatte. China sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, es international zu isolieren.

Nach litauischen Angaben lässt China in dem Streit zudem seine wirtschaftlichen Muskeln spielen. Wirtschaftsverbände beklagten, dass die Einfuhr von Waren aus Litauen blockiert werde und das baltische Land zeitweise nicht mehr im chinesischen Zollsystem gelistet war.

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