Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.131,53
    +62,42 (+0,16%)
     
  • Gold

    2.045,80
    +15,10 (+0,74%)
     
  • EUR/USD

    1,0823
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.097,75
    -469,17 (-0,99%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,57
    -2,04 (-2,60%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.996,82
    -44,80 (-0,28%)
     

Deutsche Banken bremsen Job-Ausschreibungen im 4. Quartal

(Bloomberg) -- Die deutsche Finanzbranche hat im vierten Quartal zwar erneut mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahreszeitraum, allerdings hat sich der prozentuale Zuwachs deutlich verlangsamt.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Die Zahl der von Banken, Kreditinstituten und Fintechs in Deutschland öffentlich ausgeschriebenen Stellen belief sich im vierten Quartal 2022 auf 28.334. Das ist ein Plus von 5,7% gegenüber dem vierten Quartal 2021. Im dritten Quartal 2022 hatte der Zuwachs der ausgeschriebenen Stellen auf Jahressicht noch bei 25,5% gelegen. Das zeigt eine Erhebung des Berliner Personalmarktspezialisten Index Gruppe, die Bloomberg News exklusiv vorliegt.

Das langsamere Wachstum könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich der Mangel an Fachkräften etwas entspannt, womöglich auch wegen der Entlassungswellen bei Finanz-Startups. Ein anderer möglicher Grund ist, dass Unternehmen stärker auf Ansprache von Kandidaten über soziale Netzwerke oder Mitarbeiter setzen. So hatte etwa die DekaBank unlängst erklärt, sie wolle das sogenannte Active Sourcing stärker ausbauen.

Zwar sind die Beschäftigungszahlen im deutschen Bankensektor schon seit vielen Jahren rückläufig, etwa weil im Filialgeschäft Stellen wegfallen. Doch es gibt bestimmte Bereiche, in denen Finanzunternehmen zugleich weiterhin händeringend nach neuen Mitarbeitern suchen.

“Filialschließungen und Inflation bereiten der Finanzbranche Kopfzerbrechen. Trotzdem brauchen Banken für die digitale Transformation kluge Köpfe, die intelligente Technologien entwickeln”, erklärte Jürgen Grenz, Chef der Index Gruppe. Deshalb würden sich viele Anzeigen auch an IT-Spezialisten richten.

Im Bereich IT/Telekommunikation schrieben Banken, Kreditinstitute und Fintechs insgesamt 2.880 Stellen im 4. Quartal aus, wie die Index-Daten zeigen. Das ist ein Zuwachs von 10,9% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Gefragt waren auch Mitarbeiter im Personalwesen. Hier kletterte die Anzahl der ausgeschriebenen Jobs um 21,9%. Viele Banken sind nach der Pandemie damit beschäftigt, die Arbeit aus dem Homeoffice dauerhaft zu etablieren und neue Angebote zu machen. So sind Institute wie BayernLB, DZ Bank und LBBW dazu übergegangen, mobiles Arbeiten auch aus dem Ausland zu ermöglichen. Solche Workation-Initiativen laufen teils über die Personalabteilungen.

Den mit Abstand größten Sprung gab es wie schon im dritten Quartal im Bereich Gesundheit/Medizin/Soziales. Hier schrieb die Bankenbranche nach dem Höhepunkt der Covid-Pandemie insgesamt 827 Arbeitsplätze aus, ein Plus von unterm Strich gleich 158%

Frankfurt führte auch im vierten Quartal die Liste der Städte an, in denen die meisten Stellen zu besetzen waren. Insgesamt 3.515 Positionen wurden hier ausgeschrieben. Die Finanzmetropole profitiert unter anderem auch davon, dass Banken nach dem Brexit Stellen nach Deutschland verlagern. Auf den nächsten Rängen folgen Berlin mit 2.239 Jobs und München mit 1.726 Positionen.

Die Index Gruppe wertet für ihre Statistiken zum Stellenmarkt 190 Printmedien, 212 Online-Stellenbörsen, das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie die Webseiten von rund 136.000 Firmen aus.

(Neu: Mögliche Gründe für Rückgang im 3. Absatz)

©2023 Bloomberg L.P.