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Deutsche-Bank-, KKR-Mitarbeiter infiziert; Maßnahmen ergriffen

Steven Arons und Heather Perlberg

(Bloomberg) -- Ein Mitarbeiter der Deutschen Bank AG in Frankfurt und einer bei KKR & Co. in London sind an dem Coronavirus erkrankt. Beide Firmen haben daraufhin sofort Maßnahmen ergriffen, um eine Ausweitung der Infektion einzudämmen.

Ab Dienstag wird die Deutsche Bank die Sales- und Handelsteams in den betroffenen Büros in dem so genannten DBC-Gebäude gegenüber den Haupttürmen in Frankfurt aufteilen. Vorsorglich werden einige Mitarbeiter bis zum 27. März in eine Notfall-Geschäftsstelle verlagert, und andere Mitarbeiter werden möglicherweise gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten.

Der betroffene Kollege sei bei guter Gesundheit und guter Stimmung, werde aber weiterhin beobachtet, teilte die Bank in einem internen Memo am späten Montag mit. Alle Mitarbeiter, die Kontakt mit dem betroffenen Kollegen hatten, wurden direkt informiert, und die Stockwerke N1 und N2 sowie andere Bereiche in DBC werden gründlich gereinigt. Bereits zuvor war ein Mitarbeiter der Deutsche-Bank-Filiale Gelsenkirchen-Buer positiv auf das Virus getestet worden.

KKR erklärte, dass beide Londoner Büros vorübergehend geschlossen werden, um sie reinigen zu lassen. Betroffene Mitarbeiter sollen bis auf weiteres von zu Hause aus arbeiten. Mitarbeiter, die engen Kontakt zu dem Mitarbeiter hatten, der sich mit dem Virus infiziert hat, müssen sich 14 Tage lang unter Selbst-Quarantäne stellen.

Der Mitarbeiter sei “zu Hause und erholt sich gut”, sagte Kristi Huller, eine KKR-Vertreterin. “Wir beobachten die Situation weiterhin und werden unsere Reaktion nach Bedarf anpassen.”

An Finanzzentren auf der ganzen Welt haben große Firmen damit begonnen, wichtige Teile ihrer Belegschaft aufzuteilen. Damit soll verhindert werden, dass ein möglicher Ausbruch einen gesamten Geschäftsbereich lahmlegt, was das Geschäft oder sogar die Märkte belasten könnte. Banken von HSBC Holdings Plc in London bis zu der in San Francisco ansässigen Wells Fargo & Co. sahen sich in den letzten Tagen mit einzelnen Coronavirus-Fällen konfrontiert. Gleichzeitig drängen die Aufsichtsbehörden die Kreditgeber, auf die Bedürfnisse der von der Krankheit betroffenen Kunden einzugehen.

Die Deutsche Bank hat als weitere Vorsichtsmaßnahme damit begonnen, Investmentbanking-Mitarbeiter in London in separate Büros zu verlegen, sagte Tiina Lee, die Großbritannien-Chefin des Kreditinstituts, in einem Bloomberg-TV-Interview am Montag.

In der Erklärung am späten Montag teilte die Deutsche Bank mit, sie rechne nicht mit Auswirkungen auf ihre Leistungsspektrum für Kunden. Die Bank sei sich jedoch bewusst, dass die Maßnahmen von allen Mitarbeitern zusätzliche Anstrengungen und Disziplin erfordere.

Das in Frankfurt ansässige Kreditinstitut erklärte außerdem, dass Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, nicht in Büros arbeiten dürfen, denen sie nicht zugewiesen sind, und dass Mitarbeiter es vermeiden sollten, sich privat mit Kollegen zu treffen, die anderswo tätig sind. Die Bank plant auch andere vorsorgliche Hygienemaßnahmen, um den Arbeitsplatz sicherer zu machen.

Huller bestätigte ein ähnliches Vorgehen bei KKR. “Wir treffen alle notwendigen Vorkehrungen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu gewährleisten”, sagte sie. Die Firma richte sich dabei nach den Richtlinien der britischen Gesundheitsagentur Public Health England.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank, KKR Staff in Europe Infected, Upending Office (1)

--Mit Hilfe von Noah Buhayar.

Kontakt Reporter: Steven Arons in Frankfurt sarons@bloomberg.net;Heather Perlberg in Washington hperlberg@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Sam Mamudi smamudi@bloomberg.net, ;Dale Crofts dcrofts@bloomberg.net, Christian Baumgaertel

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