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Deutsche Anleihen legen wegen Rezessionsängsten deutlich zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag wegen wachsender Konjunktursorgen deutlich zugelegt. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg um 2,08 Prozent auf 148,18 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel deutlich um 0,22 Prozentpunkte auf 1,41 Prozent. Sie liegt damit klar unter dem in der vergangenen Woche markierten Achtjahreshoch von 1,92 Prozent. In allen Ländern der Eurozone gaben die Renditen deutlich nach.

An den Finanzmärkten wird zunehmend mit der Möglichkeit einer konjunkturellen Talfahrt gerechnet. Konjunkturdaten aus dem Euroraum enttäuschten deutlich. Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global gaben im Juni stark nach und fielen auf den tiefsten Stand seit knapp eineinhalb Jahren. Dem Wirtschaftswachstum gehe allmählich die Puste aus, kommentierte Chris Williamson, Chefökonom von S&P Global.

"Das Dilemma für die EZB wird damit immer größer", kommentierte Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. Die in die Höhe geschossene Inflationsrate spreche eigentlich für eine massive Straffung der Geldpolitik. "Doch dies würde die Wirtschaft noch stärker bremsen." Die EZB will erst im Juli mit ihren Zinserhöhungen beginnen und agiert damit deutlich vorsichtiger als andere Notenbanken.

Am Nachmittag trübte sich auch die entsprechenden Einkaufsmanagerindizes für die USA stärker als erwartet ein. Am Mittwoch hatte US-Notenbankchef Jerome Powell die Möglichkeit einer Rezession eingeräumt. Eine solche zu vermeiden, sei "sehr herausfordernd".

Unterdessen zahlte Russland erneut fällige Anleihezinsen, allerdings in Rubel. Russland sieht damit seine Zahlungsverpflichtungen als erfüllt an, obwohl die Weiterleitung an westliche Gläubiger aufgrund von Finanzsanktionen wegen des Ukraine-Kriegs kaum möglich ist. Fraglich ist, inwieweit sich weitergehende Konsequenzen in Richtung einer Staatspleite ergeben können.

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