Deutsche Märkte öffnen in 37 Minuten
  • Nikkei 225

    26.431,55
    -722,28 (-2,66%)
     
  • Dow Jones 30

    29.590,41
    -486,29 (-1,62%)
     
  • BTC-EUR

    19.414,04
    -432,36 (-2,18%)
     
  • CMC Crypto 200

    429,44
    -15,10 (-3,40%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.867,93
    -198,87 (-1,80%)
     
  • S&P 500

    3.693,23
    -64,76 (-1,72%)
     

Deutsche Anleihen: Kursverluste - Preisdruck hält an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Freitag deutlich gefallen. Bis zum Mittag fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,33 Prozent auf 147,20 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug 1,59 Prozent. Sie bewegte sich damit etwas unter dem am Vortag markierten Zweimonatshoch.

Belastet wurden die Anleihen durch den weiterhin hohen Preisdruck in der Eurozone. Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich im Juli nach einer Pause wieder verstärkt. Mit einem Anstieg von 37,9 Prozent im Jahresvergleich, wurde der höchste Zuwachs seit Einführung des Euro als Buchgeld erreicht. Die Entwicklung schlägt in der Regel mit etwas Zeitverzug teilweise auf die Verbraucherpreise durch, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank am kommenden Donnerstag eine große Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte vollzieht, dürfte damit gestiegen sein.

Vor dem Wochenende stehen an den Finanzmärkten Daten vom US-Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Die Zahlen gelten als mitentscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Im Laufe des September entscheidet die Fed über den nächsten Schritt. Derzeit ist nicht ganz klar, ob die Währungshüter ihren Inflationskampf mit Zinserhöhungen im bisherigen, hohen Tempo von zuletzt 0,75 Prozentpunkten fortsetzen oder möglicherweise etwas auf die Bremse treten. Letzteres dürfte bei schwachen Zahlen vom Jobmarkt wahrscheinlicher werden.