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Das BER-Fazit: Mario Barth undercover im Pannenflughafen

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

In ein paar Wochen soll der Pannenflughafen BER endlich öffnen. Davor schlich sich Comedian Mario Barth für seine Sendung in einen Testlauf ein und war schockiert von den Mängeln.

Bislang durften nur Komparsen den neuen Berliner Flughafen in Schönefeld testen. Einer davon: Comedian Mario Barth. (Bild: REUTERS/Hannibal Hanschke)
Bislang durften nur Komparsen den neuen Berliner Flughafen in Schönefeld testen. Einer davon: Comedian Mario Barth. (Bild: REUTERS/Hannibal Hanschke)

Stand-Up-Comedian Mario Barth beschäftigt sich in seinen Programmen gerne mit eher platten Klischees. In seiner eigenen Sendung “Mario Barth deckt auf” will der Komiker aber vor allem Unerhörtes ins Licht der Öffentlichkeit rücken und über kaum etwas empört sich der deutsche Zuschauer so gerne, wie über verschwendete Steuern. Seit Anfang September läuft die neue Staffel seiner Enthüllungs-Show auf RTL. Um “Behördenirsinn” und “Steuerverschwendung” soll es dort laut Sender-Beschreibung gehen. Die größte Klischee-Baustelle Deutschlands findet sich natürlich in Berlin und so ist es kein Wunder, dass Barth sich für seine aktuelle Folge undercover in den zukünftigen Großflughafen BER eingeschlichen hat.

Schließlich soll das Großprojekt nach Jahren der Verzögerung nun am 31. Oktober endlich eröffnet werden. Doch glaubt man den Erkenntnissen von Mario Barth, dürfte auf viele Passagiere des Flughafens ein eher ungemütliches Erwachen warten. In seinem BER-Spezial, das am gestrigen Dienstag ausgestrahlt wurde, zeigte sich Barth jedenfalls schockiert über seine Entdeckungen. Der Comedian hatte sich als Teilnehmer eines Testdurchlaufs eingeschlichen und behauptet, schon da sei alles Erdenkliche schief gelaufen. So seien es statt der 3000 Test-Passagiere lediglich “etwa 280” gewesen sein.

Barth vs BER seit 2013

Doch damit hörte es nicht auf. Vom Parkplatz bis zum Boarding habe nichts funktioniert, berichtet Barth in seiner Sendung. Im O-Ton Barth hörte es sich dann so an: “Der Ticketautomat am Parkplatz ging nicht. Der Check-In ging nicht. Der Security-Bereich ging nicht. Das Boardingsystem ging nicht. Der Duty-Free-Bereich war Baustelle.” Ein fatales Zeugnis für den Flughafen kurz vor der Eröffnung. Der hatte in den vergangenen zehn Jahren seit der ursprünglich geplanten Eröffnung immer wieder für Ärger und Kuriositäten gesorgt. Nicht nur, dass sich die Kosten in der Zeit ins Unermessliche erhöht haben und mittlerweile wohl bei etwa sechs Milliarden Euro liegen. Auch sonst lief so gut wie alles in der Planung schief, was schief laufen konnte. Zu kurze Rolltreppen, fehlende Lärmschutzwände, eine S-Bahn, die leer fahren muss, damit die Schienen nicht einrosten.

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All das bot natürlich hinreichend Material für eine komödiantische Ausschlachtung. Und so hatte sich Mario Barth in seinen Auftritten und der Sendung immer wieder über die Pannen des Flughafenprojektes lustig gemacht. Seitdem es die erste Folge im Jahr 2013 gab, war das ständige Scheitern und Hinausschieben des BER eine Konstante im Repertoire des Comedians. Der Undercover-Einsatz war nun womöglich der letzte große Clou im Duell Barth vs BER. Es sei denn, die von ihm aufgedeckten Mängel sorgen in Zukunft für weitere Pannen-Pointen.

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