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Credit Suisse, ZKB drängen auf Änderungen am Covered-Bond-Markt

Patrick Winters und Alice Gledhill
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Schweizer Banken, darunter Credit Suisse Group AG und Zürcher Kantonalbank (ZKB), setzen sich für Änderungen des 137 Milliarden Franken (128 Milliarden Euro) schweren Marktes des Landes für hypothekenbesicherte Anleihen ein. Sie wollen so ihren Zugang zu Liquidität vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie verbessern.

Die Kreditinstitute bemühen sich darum, dass die von ihnen emittierten gedeckten Schuldverschreibungen (Covered Bonds) als Sicherheit für die Übernachtkreditvergabe durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) akzeptiert werden, wie von informierten Personen verlautete. Dadurch soll die Attraktivität der Papiere für Investoren gesteigert werden. Derzeit akzeptiert die Zentralbank nur hypothekenbesicherte Anleihen, die über Pfandbriefbanken verkauft werden.

Die Schweizerische Bankiervereinigung arbeitet an einem Vorschlag für einen rechtlichen Rahmen, um einen solchen Schritt zu ermöglichen. Entsprechende Änderungen seien der Finanzmarktaufsicht Finma sowie dem Finanzministerium vorgestellt worden, sagten die Personen und baten um Anonymität, weil die Diskussionen nicht öffentlich sind. Der Plan, der sich in einem frühen Stadium befindet, könnte von der SNB, die konservative Standards für Sicherheiten hat, auch noch abgelehnt werden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, dass die Banken solche Vorschläge bereits gemacht hätten und dass derzeit kein Regulierungsprojekt in der Regierung läuft. Repräsentanten der Credit Suisse, der Finma und der Zentralbank lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Banken argumentieren, dass eine Änderung des 90 Jahre alten Schweizer Systems ihnen mehr Flexibilität bei der Emission eigener Schuldtitel in Zeiten von Marktstress geben und gleiche Wettbewerbsbedingungen mit europäischen Rivalen schaffen würde. Traditionell haben die größten Banken des Landes Hypothekenpools hauptsächlich über die spezialisierten Pfandbrief-Institute refinanziert. Dieses Konzept stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1930 im schweizerischen Recht verankert.

Der derzeit diskutierte Plan würde eine Änderung der Schweizer Wertpapiervorschriften erfordern, sagten die informierten Personen. Wenn die Aufseher die Änderungen akzeptierten, würden die neuen Instrumente auch als hochwertige liquide Mittel anerkannt werden, die Finanzinstitute halten müssen, um in einer Krise einen einfachen Zugang zu Liquidität zu haben, sagten sie.

Der Plan der Banken “würde einen zusätzlichen Refinanzierungskanal eröffnen, der in den Händen der emittierenden Bank liegen würde”, antwortete ein Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung auf per E-Mail gestellte Fragen.

Mit insgesamt 137 Milliarden Franken (128 Milliarden Euro) bilden die in Umlauf befindlichen Schuldverschreibungen, die über Pfandbrief-Institute ausgegeben wurden, das größte und liquideste Segment des nationalen Anleihemarktes, ist der Website von Pfandbriefbank, einer von zwei derartigen Instituten im Land, zu entnehmen.

Diese Methode der Refinanzierung bietet den Kapitalnehmern zwar günstige Mittel, macht Banken jedoch von Bedingungen abhängig, die von Dritten festgelegt wurden. Sie begrenzt auch, wie viel die Banken refinanzieren können, da Pfandbrief-Banken den Kreditbetrag auf etwa zwei Drittel des Wertes der Vermögensgegenstände beschränken, sagt Matthias Ogg , Leiter Spezialprodukte im Kapitalmarktbereich der Zürcher Kantonalbank.

“Darüber hinaus haben sie mehr Flexibilität hinsichtlich des Zeitpunkts der Emission und der Fälligkeit”, sagte Ogg. “Für die Abwicklungsplanung bietet ein Covered Bond-Programm in schwierigen Zeiten Zugang zu Liquidität.”

Überschrift des Artikels im Original:Credit Suisse Among Swiss Banks Pushing for Covered Bond Revamp

(Neu: ab sechstem Absatz)

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