Deutsche Märkte öffnen in 28 Minuten

Costa Ricas Präsident will Neustart: mehr Bildung, weniger Korruption

SAN JOSÉ (dpa-AFX) - Costa Ricas neuer Präsident Rodrigo Chaves hat bei seinem Amtsantritt Investitionen in die Bildung und einen entschlossenen Kampf gegen die Korruption angekündigt. "Die Widersprüche unseres Landes schmerzen uns und machen das Leben unserer Bürger schwerer, als es in einem demokratischen, friedliebenden und so reichen Land wie dem unseren sein sollte", sagte der Staatschef nach seiner Vereidigung am Sonntag. "Ich weiß, dass die Herausforderung schwer erscheint und das ist sie auch, aber lasst uns nicht in Hoffnungslosigkeit verfallen und das Dunkle siegen lassen." Zur Amtseinführung kam unter anderem der spanische König Felipe VI. nach Costa Rica.

Der frühere Finanzminister Chaves von der sozialdemokratischen Partei PPSD hatte sich Anfang April in einer Stichwahl gegen Ex-Präsident José María Figueres von der Zentrumspartei PLN durchgesetzt. "Wir werden das Haus nicht nur in Ordnung bringen, sondern es neu aufbauen", sagte Chaves in seiner Antrittsrede. "Ein Wandel ist dringend nötig. Ich werde keine Niederlage akzeptieren. Costa Rica muss keine Niederlage hinnehmen."

Costa Rica mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern gilt als eines der politisch stabilsten Länder in Mittelamerika. Es ist ein beliebtes Urlaubsziel. Das für seine Artenvielfalt bekannte Land ist Vorreiter bei der Erzeugung von erneuerbarer Energie. Es hat einen großen Teil des Staatsgebiets unter Naturschutz gestellt. Neben der Landwirtschaft wurden zuletzt der Ökotourismus und die IT-Branche zu immer wichtigeren Wirtschaftszweigen. Trotzdem hat auch Costa Rica mit sozialer Ungleichheit, Korruption, Hunger und Drogenhandel zu kämpfen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.