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Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson: Freigabe für alle Erwachsenen ohne Altersbeschränkung

Josh Groeneveld
·Lesedauer: 2 Min.
Eine Pflegekraft in Spanien bereitet eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson vor
Eine Pflegekraft in Spanien bereitet eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson vor

Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wird für den baldigen Einsatz in Deutschland für alle Erwachsenen empfohlen. Das erfuhr Business Insider aus Kreisen der Ständigen Impfkommission (Stiko). Sollte sich die Fallzahl von mit dem Impfstoff in Verbindung gebrachten Hirnsinusvenen-Thrombosen erhöhen, könnte eine Altersbeschränkung jedoch ein Thema werden, hieß es weiter.

Anfang des Monats hatten die Gesundheitsbehörden in den USA das Impfen mit dem Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson gestoppt, nachdem acht Fälle von seltenen Hirnsinusvenen-Thrombosen in geimpftem Personen entdeckt wurden. Die acht Fälle verteilen sich auf über 7 Millionen Impfungen. Der Pharmakonzern stoppte daraufhin seine geplanten Auslieferungen an die EU.

Europäische und deutsche Impfexperten halten Johnson&Johnson-Impfstoff für sehr sicher

Vergangene Woche erklärte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Impfstoff von Johnson&Johnson jedoch für sicher. Nach Informationen von Business Insider teilen die Experten des in Deutschland für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) diese Einschätzung. Am Mittwochmorgen sprach ein PEI-Vertreter im Gesundheitsausschuss des Bundestags von einem Hirnsinusvenenthrombose-Risiko von 1:1.000.000 bei Johnson&Johnson.

Beim Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca liege das Risiko nach aktuellem Kenntnisstand bei etwa 1:100.000. Nach PEI-Angaben wurden bei diesem in Deutschland 59 Fälle seltener Hirnsinusvenen-Thrombosen festgestellt. Bislang wurde AstraZeneca in Deutschland deshalb uneingeschränkt nur für das Impfen von Über-60-Jährige empfohlen — eine Empfehlung, die mehr und mehr Bundesländer gerade streichen.

Das Bundesgesundheitsministerium will denn Impfstoff von Johnson&Johnson bereits ab kommender Woche an die Bundesländer ausliefern. Ab übernächster Woche sollen ihn auch Hausarztpraxen bekommen. Beigefügt wird den Fachinformationen zum Impfstoff ein Warnhinweis der EMA, dass beim Einsatz dieses Impfstoffes in sehr seltenen Fällen Hirnvenenthrombosen auftreten könnten.

Johnson&Johnson steht auch in den USA vor der erneuten Freigabe

Auch in den USA steht Johnson&Johnson vor einer erneuten Freigabe für den Einsatz beim Impfen gegen das Coronavirus. Am Freitag soll ein zuständiges Kontrollgremium des Center for Disease Control and Prevention (CDC) über das weitere Vorgehen abstimmen.

Business Insider US hat mit fünf der 15 dort vertretenen Gesundheitsexperten gesprochen. Diese sprechen sich für eine erneute Freigabe des Impfstoffes aus. Womöglich könnte ihm ein Warnhinweis für junge Frauen über das sehr seltene Auftreten von Hirnsinusvenenthrombosen hinzugefügt werden.

Im Unterschied zu anderen Corona-Impfstoffen ist bei Johnson&Johnson nur eine einzige Dosis zur vollständigen Wirkung nötig. Er ist nach den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca der vierte in der EU zugelassene Impfstoff.