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Corona: Österreich bietet Portugal Aufnahme von zehn Patienten an

·Lesedauer: 1 Min.

WIEN/LISSABON (dpa-AFX) - Österreich will dem Corona-Hochrisikoland Portugal zehn Patienten aus überlasteten Kliniken abnehmen. Das Angebot gelte für fünf Covid-19-Patienten und fünf Menschen mit schweren Erkrankungen oder bevorstehenden Operationen, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag mit. Es sei ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu agieren. "So wie wir bereits bisher Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen haben, wollen wir nun Portugal in dieser schwierigen Situation helfen", sagte Kurz.

Eine Antwort aus Lissabon auf das Angebot aus Wien stand zunächst aus. Allerdings hatte Gesundheitsministerin Marta Temido zuvor mehrfach betont, eine Entsendung von Covid-19- oder anderen Patienten ins Ausland werde vorerst nicht erwogen. Eine solche Maßnahme wäre "auch immer nur eine letzte Lösung". Die Lage in den Krankenhäusern sei angespannt, aber Portugal habe weiterhin genug Betten, weil immer wieder neue errichtet würden. Auch Ärzte sagen, es gebe innerhalb Portugals Regionen mit weniger ausgelasteten Krankenhäusern, in die man Patienten aus den inländischen Hotspots schicken könne. Zudem sollen Privatkliniken stärker herangezogen werden.

Deutschland unterstützt Portugal mit einem Team der Bundeswehr aus Ärzten und Sanitätern. Die 26 Soldatinnen und Soldaten sind in einer Klinik in Lissabon im Einsatz. Das Bundeswehrteam hatte unter anderem Beatmungsgeräte und Infusionsgeräte für schwerkranke Corona-Patienten dabei. Auch Spanien hatte zuletzt Hilfe angeboten. Portugal ist besonders stark von der als höher ansteckend geltenden Virusvariante betroffen, die zunächst in Großbritannien aufgefallen war.