Deutsche Märkte öffnen in 5 Stunden 19 Minuten
  • Nikkei 225

    30.171,98
    +500,28 (+1,69%)
     
  • Dow Jones 30

    31.961,86
    +424,51 (+1,35%)
     
  • BTC-EUR

    41.655,00
    +977,06 (+2,40%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.012,22
    -2,70 (-0,27%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.597,97
    +132,77 (+0,99%)
     
  • S&P 500

    3.925,43
    +44,06 (+1,14%)
     

Chamenei fordert Aufhebung aller US-Sanktionen gegen Iran

·Lesedauer: 1 Min.

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran ist nach den Worten seines obersten Führers Ajatolllah Ali Chamenei zu einer Rückkehr zum internationalen Atomabkommen von 2015 bereit. Zur Bedingung machte Chamenei am Sonntag jedoch, dass die USA alle Sanktionen gegen Teheran vorab zurücknehmen müssten. "Für eine Rückkehr zum Atomabkommen müssen die USA alle Sanktionen aufheben - und zwar in der Praxis, nicht auf dem Papier", sagte der Ajatollah im Staatsfernsehen. Dann werde sein Land zu seinen Verpflichtungen zurückkehren.

"Dieser Standpunkt wird von allen Seiten im Land befürwortet, und daran kann auch keiner was ändern", fügte Chamenei hinzu. Gemäß der iranischen Verfassung hat er das letzte Wort in allen strategischen Belangen. Ähnlich hatten sich zuvor Präsident Hassan Ruhani und Außenminister Mohammed Dschawad geäußert. Nun verlangt die iranische Führung auch ausdrücklich, dass die USA den ersten Schritt unternehmen. Chamenei sagte: "Weder die Amerikaner noch die Europäer haben ein Recht, Forderungen an den Iran stellen, weil sie sich - im Gegensatz zum Iran - nicht an ihre Verpflichtungen gehalten haben."

Der Iran hatte sich nach jahrelangen Verhandlungen in Wien auf ein internationales Abkommen über sein Atomprogramm eingelassen. Damit sollte auch verhindert werden, dass das Land in den Besitz von Atombomben kommt. Unter Präsident Donald Trump kündigten die Vereinigten Staaten die Vereinbarung einseitig auf und verhängten auch drastische Sanktionen, die zur schlimmsten Wirtschaftskrise in der jüngeren iranischen Geschichte beitrugen. Viele Iraner erhoffen vom neuen US-Präsidenten Joe Biden einen Kurswechsel.