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Bundesverband Freie Berufe: Mehr Unternehmergeist nötig

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Freien Berufe wirbt für mehr Unternehmergeist in Deutschland. Verbandspräsident Wolfgang Ewer sagte der Deutschen Presse-Agentur, derzeit erlahme der Gründergeist. "Das gilt weniger für uns Freie Berufe, wir wachsen weiter, gleichwohl spüren auch wir den Trend hin zum Angestellten-Dasein."

Alle Akteure - die Politik und die Berufsorganisationen - müssten die Selbstständigkeit als Erwerbsform stärken. Die Politik könne vorurteilsfrei schon in der Schule und spätestens bei der Berufsorientierung Selbstständigkeit bewerben. "Überdies ist sie zuständig für gründungsorientierte Rahmenbedingungen." So müsse Bürokratie abgebaut werden.

Laut einer Konjunkturumfrage liegt das Geschäftsklima in den freien Berufen über vergleichbaren Indizes der gewerblichen Wirtschaft. Demnach sind neun von zehn der befragten Freiberufler mit ihrer aktuellen Situation zufrieden, wie eine Umfrage unter 800 Freiberuflern ergab.

Die Freiberufler im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich seien am zufriedensten, verhaltener seien die rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberufler, die freien Heilberufe und die freien Kulturberufe. Zunehmend schwieriger gestalte sich die Personalplanung, so Ewer. "Der Fachkräftebedarf hinterlässt auch bei den Freien Berufen eindeutige Spuren und macht die Mitarbeiterbindung noch zentraler."