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Bundestagsabgeordneter Curio will AfD-Vorsitzender werden

Der Berliner AfD-Bundestagsabgeordnete Gottfried Churio möchte auf dem Parteitag für den Vorsitz kandidieren. Doch eine andere Wahl in der Fraktion hat er bereits verloren.

Churio möchte das Amt von Gauland kandidieren: den Parteivorsitz der AfD. Foto: dpa

Eine Woche vor dem Bundesparteitag der AfD in Braunschweig hat der Berliner Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Am Samstagabend veröffentlichte er auf seiner Facebook-Seite ein Bewerbungsvideo, in dem er vor einer „Selbstauflösung“ des deutschen Nationalstaats warnt. Curio sagte, er wolle für einen der beiden Chefposten kandidieren oder aber einen dritten Posten besetzen, sollte sich die Partei für eine Rückkehr zur Dreier-Spitze entscheiden, die es in der Anfangsphase der AfD gegeben hatte.

Curio ist innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion. In seinen Bundestagsreden stellt er die Zuwanderung stets als eine große Bedrohung für die Gesellschaft dar. Dafür erntet er in den sozialen Medien viel Zustimmung von Mitgliedern der AfD. In der eigenen Fraktion ist man aber offensichtlich weniger von seinen Fähigkeiten überzeugt: Bei der Neuwahl der Fraktionsspitze im September hatte er erfolglos für zwei Posten kandidiert.

Die AfD will auf ihrem zweitägigen Parteitag, der am kommenden Samstag beginnt, einen neuen Bundesvorstand wählen. Als aussichtsreiche Kandidaten für die zwei Co-Vorsitzenden-Posten gelten der aktuelle Vorsitzende Jörg Meuthen und der sächsische Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla. Als mögliche Konkurrentinnen könnten auch die niedersächsische Landeschefin Dana Guth und die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst ins Rennen gehen. Der Co-Vorsitzende und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland will nach eigenem Bekunden erst auf dem Parteitag entscheiden, ob er erneut antritt.