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Ich habe Jobs bei Amazon, Tesla, SAP und Meta bekommen: Das mache ich 24 Stunden vor einem Vorstellungsgespräch

Hemant Pandey kam 2021 zu Meta, nachdem er zuvor in anderen Technologieunternehmen gearbeitet hatte. - Copyright: Hemant Pandey
Hemant Pandey kam 2021 zu Meta, nachdem er zuvor in anderen Technologieunternehmen gearbeitet hatte. - Copyright: Hemant Pandey

Dieser Aufsatz basiert auf einem Gespräch mit Hemant Pandey, einem leitenden Software-Ingenieur bei Meta in Kalifornien. Er wurde aus Gründen der Länge und Klarheit überarbeitet. Business Insider hat seinen beruflichen Werdegang überprüft.

Ich habe 2017 meinen Master in Informatik abgeschlossen. Direkt im Anschluss habe ich einen Job bei Tesla angefangen. Nachdem gerade mal ein paar Monaten wurde ich allerdings plötzlich aufgrund von Budgetkürzungen entlassen.

Zum Glück kam innerhalb weniger Wochen wieder auf die Beine. Aber ich muss ehrlich sagen, dass die Entlassung mich sehr geprägt hat. Dadurch ist mir klar geworden, dass es in der Beziehung zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer immer Höhen und Tiefen geben wird.

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Seitdem habe ich es mir angewöhnt, alle zwei Jahre Vorstellungsgespräche zu führen und den Arbeitsmarkt zu sondieren. Und das auch, wenn ich gar nicht vorhabe, die Stelle zu wechseln. Ich will einfach eine Vorstellung davon bekommen, wie gefragt ich auf dem Markt bin und was die Unternehmen für mich zahlen würden.

In den vergangenen sieben Jahren habe ich ein Praktikum bei Amazon absolviert und in Vollzeit bei Tesla, SAP, Salesforce und Meta gearbeitet. Zu verschiedenen Zeitpunkten in meiner Karriere habe ich zudem Angebote von Linkedin, Tiktok, Square und Splunk erhalten.

Das ist meine Strategie für ein Vorstellungsgespräch

Im Laufe der Zeit habe ich eine Strategie für die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche entwickelt, die sich für mich sehr bewährt hat. Meine Tipps gebe ich auch an jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, die ich betreue.

Dabei kommt es für mich vor allem auf die 24 Stunden vor dem Vorstellungsgespräch an. Die liegen bei mir nämlich ganz im Fokus der Informationsbeschaffung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Vorstellungsgespräche bei großen Unternehmen weitgehend nach einem bestimmten Muster ablaufen.

Es ist üblich, dass der Personalverantwortliche beim ersten Gespräch alle Schritte erklärt – einschließlich der Art und Anzahl der Gespräche. Diese Informationen sind in Online-Foren leicht zugänglich.

Außerdem schreibe ich mir eine Liste mit technischen Themen, die ich eine Woche vor dem Gespräch durcharbeite. So bin ich kurz vor dem Termin entspannt. Am Tag davor gehe ich ins Internet und lese die Erfahrungen von Leuten nach, die kürzlich ein Vorstellungsgespräch bei dem Unternehmen hatten.

So beschaffe ich mir die Infos zum Unternehmen

Ein Beispiel: Wenn ich mich bei Google bewerbe, gehe ich auf die Website „Leetcode“ und klicke auf die Registerkarte diskutieren. Hier tauschen die Leute ihre Erfahrungen mit unternehmensspezifischen Vorstellungsgesprächen aus. Ich schaue mir an, welche Fragen am häufigsten gestellt werden und ob der User irgendwelche Tipps hat, wie man sie bestehen kann.

Ich benutze die Erfahrung anderer hauptsächlich als Checkliste. Dabei ist es mir wichtig, sicherzustellen, dass ich Fragen, die mir vielleicht gestellt werden, gut beantworten kann. Den letzten Tag vor dem Gespräch halte ich einfach. Denn: Ich möchte natürlich weder während des Vorstellungsgesprächs noch am Tag davor gestresst sein. Vorstellungsgespräche erfordern ein gutes Kommunikations- und Zeitmanagement. Sich am letzten Tag unter Druck zu setzen, könnte mehr schaden als nutzen.

Diese drei Fragen stelle ich den Personalern

Am Tag vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch konzentriere ich mich darauf, zu planen, was ich den Personalverantwortlichen am Ende unseres Gesprächs fragen möchte. Dieser Schritt ist nicht nur wichtig, um im Vorstellungsgespräch gut abzuschneiden, sondern auch, um das Unternehmen zu analysieren.

Normalerweise stelle ich den Personalverantwortlichen diese drei Fragen:

  1. Welchen Rat haben Sie für jemanden, der in dem Unternehmen Erfolg haben möchte?

  2. Wie ist Ihre Entwicklung im Unternehmen verlaufen – auf welcher Ebene sind Sie eingestiegen und wo stehen Sie jetzt?

  3. Ich recherchiere die anstehenden Projekte des Unternehmens oder die von ihm verwendeten Systeme und bringe sie in Form von Fragen zur Sprache.

Die Antworten auf diese Fragen geben mir mehr Informationen über das Unternehmen und spielen eine Rolle bei meiner Entscheidung, wenn ich mehrere Angebote vergleiche. Die Antwort auf die zweite Frage gibt mir zudem Klarheit, ob das Unternehmen seine Mitarbeiter fördert. Wer als frisch gebackener Hochschulabsolvent in das Unternehmen einsteigt und drei Jahre später ein fest angestellter Ingenieur ist, muss für seine Spitzenleistungen belohnt worden sein.

Dieses Muster gibt es in Vorstellungsgesprächen

Ich versuche, diese Frage mehreren Personen zu stellen und nach einem Muster zu suchen. Wenn ein paar Leute sagen, sie seien auf demselben Niveau wie vor ein paar Jahren, fühle ich mich von der Unternehmenskultur nicht angezogen.

Die drei Fragen helfen nicht nur mir. Sie zeigen dem HR-Team auch, dass ich mich über das Unternehmen informiert habe und mich für die Arbeit interessiere. Ich sitze inzwischen auch mal auf der anderen Seite des Vorstellungsgesprächs. Dann finde ich es toll, wenn die Bewerber mich über meine berufliche Entwicklung im Unternehmen befragen oder mir spezifische Fragen stellen. Das zeigt mir, dass sie in Sachen Technologie auf dem Laufenden bleiben und sich für mein Unternehmen begeistern.

Lest den Originalartikel auf Englisch bei Business Insider.