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Bundespräsident rechtfertigt Waffenlieferungen an die Ukraine

BERLIN (dpa-AFX) -Waffenlieferungen an die Ukraine sind aus Sicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch für Christen zu rechtfertigen. Die Entscheidung zwischen dem christlichen Friedensgebot und dem Beistand für die Opfer eines Angriffskriegs sei ein Dilemma, erklärte er am Sonntag in einer Rede zum Auftakt des Internationalen Friedenstreffens in Berlin. Diese Fragen "treiben auch mich als bekennenden Christen um".

Doch betonte der Bundespräsident, der Angriff des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine am 24. Februar 2022 habe "alles verändert". In Steinmeiers vorab verbreitetem Redetext hieß es, mit seinem "Vernichtungsfeldzug" wolle Putin die Werte zerstören, auf denen Europa gründe. "Sich dagegenzustellen, das ist für uns Europäer eine der Lehren aus der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges. Diese Lehre heißt: "Nie wieder!""

Nicht die Ukraine oder ihre Unterstützer verweigerten sich dem Frieden, sondern Russland. "Wenn die Ukraine ihre Verteidigung einstellt, dann ist das das Ende der Ukraine", erklärte Steinmeier. "Und deshalb unterstützen wir Europäer und auch wir Deutsche die Ukraine - auch mit Waffen."

Das dreitägige Friedenstreffen der christlichen Gemeinschaft Sant'Egidio mit Politikern und Religionsvertretern in Berlin steht unter dem Titel "Den Frieden wagen". Steinmeier stellte fest: "Wann Frieden gewagt werden kann, diese Entscheidung liegt bei der Ukraine." Es sei wichtig, auf politischer Ebene über eine Friedenslösung nachzudenken. Die Gespräche in Kopenhagen und Dschidda seien ein erster wichtiger Schritt. "Die Perspektive auf Frieden zu bewahren, selbst wenn sich der Weg dahin noch nicht zeigt, darum geht es."