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Bundesbankpräsident hält EZB-Beschlüsse für zu weitgehend

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat gegen die geldpolitischen Beschlüsse des EZB-Rats am Donnerstag gestimmt. Ihm sei "die potenziell zu lange Fortschreibung des Niedrigzinsumfelds zu weitgehend", sagte er der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe) zur Begründung. Es herrsche im EZB-Rat aber Einigkeit, "dass eine expansive Geldpolitik derzeit angemessen ist", so Weidmann.

Angesichts der zuletzt beschlossenen Änderung der geldpolitischen Strategie, hat die EZB am Donnerstag ihren Zinsausblick geändert. Die Notenbank will ihre lockere Politik jetzt so lange fortsetzen, bis die Inflationsrate nicht nur zwei Prozent erreicht hat, sondern auf mittlere Sicht in der Nähe von zwei Prozent verharren dürfte. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach von einer "überwältigenden Mehrheit" für die Änderung.

Vor Weidmann hatte bereits der belgische Notenbankchef Pierre Wunsch gesagt, dass ihm das neue Zinsversprechen der Notenbank zu weit gehe. Es sorge sich um die Glaubwürdigkeit, sagte er dem Fernsehsender CNBC. "Ich weiß nicht, ob es angemessen sein wird, in drei, vier, fünf oder sieben Jahren noch negative Zinsen zu haben."

Weidmann rechnet unterdessen zunächst mit einer stark steigenden Inflationsrate. "Meine Fachleute erwarten etwa für Deutschland zum Jahresende 2021 Raten, die in Richtung fünf Prozent gehen könnten", sagte der Bundesbank-Präsident. Hier seien aber vor allem vorübergehende Effekte am Werk. Längerfristig müsse man die unterschiedlichen Faktoren dennoch "genau im Auge behalten". Weidmann betonte, dass er im neuen Inflationsziel der EZB von zwei Prozent, das in der neuen Notenbank-Strategie festgelegt wurde, "weder eine Verschiebung hin zu deutlich höheren Inflationsraten noch einen dramatischen Kurswechsel" sieht.

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