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Bundesamt legt Daten vor - Wie stark schrumpft die Wirtschaft?

BERLIN/WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft rutscht wegen der Folgen der Corona-Pandemie in eine Krise. Wie stark das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal geschrumpft ist, gibt das Statistische Bundesamt am Freitag (10.00 Uhr) in Berlin anhand vorläufiger Daten bekannt. Ökonomen rechnen mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorquartal zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.

Die Pandemie hatte sich im März in Europa ausgebreitet. Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und Geschäfte brachten das Wirtschaftsleben in großen Teilen zum Erliegen.

Im Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach 2020 um 6,3 Prozent schrumpfen, auch wenn es im zweiten Halbjahr wieder aufwärts gehen sollte. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 ging das Bruttoinlandsprodukt um 5,7 Prozent zurück.

Die Corona-Krise mit unterbrochenen Lieferketten belastet den deutschen Export, aber auch den privaten Konsum, der in der Vergangenheit die deutsche Konjunktur gestützt hatte. In der Krise drücken die Angst vor Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit nach Angaben der GfK-Konsumforscher aktuell auf die Stimmung der Verbraucher.