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Britischer Regierungsberater: Lockdowns zu spät und nicht lang genug

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Ein britischer Epidemiologe und Berater hat die Reaktion der britischen Regierung auf die Corona-Pandemie als zu spät und nicht entschieden genug kritisiert. Minister hätten "ihre Lektionen der ersten Welle" lernen und "schneller reagieren" sollen, sagte Neil Ferguson, der auch selbst die Regierung in Fragen der Pandemie berät, dem Sender "Sky News". "Wenn man früh einen Lockdown verhängt, erleidet man nicht so viele Tote und hat paradoxerweise auch weniger wirtschaftlichen Schaden, weil man Lockdown-Maßnahmen vermutlich früher aufheben kann."

Nach einem Teil-Lockdown im November hatte Premierminister Boris Johnson zunächst wieder auf schwächere, regionale Maßnahmen gesetzt, bevor er nach dem Auftreten der neuen Variante einen erneuten, harten, noch immer andauernden Lockdown verhängen musste. Mit mehr als 120 000 Todesfällen mit Covid-19 auf dem Totenschein (Stand: Ende Januar) ist Großbritannien eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder.

Abgeordnete eines Unterhaus-Ausschusses kritisierten am Mittwoch ebenfalls die Regierung: Beschäftigte in Pflegeheimen seien vom Gesundheitsministerium in den ersten Monaten der Pandemie nur mit zehn Prozent der Schutzausrüstung ausgestattet worden, die sie eigentlich benötigt hätten, bemängelte der Ausschuss. Außerdem seien rund 25 000 Patienten aus Krankenhäusern entlassen worden, ohne vorher auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Beides habe maßgeblich zu der hohen Todesrate des Landes beigetragen.