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Britische Industrie bleibt pessimistisch

LONDON (dpa-AFX) -Die Stimmung in der britischen Industrie deutet weiter auf ein Schrumpfen der Wirtschaftsaktivität hin. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg zwar im November zum Vormonat geringfügig um 0,3 Punkte auf 46,5 Zähler, wie S&P Global am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Indikator lag damit aber bereits den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, wenngleich die erste Schätzung nach oben korrigiert wurde, nachdem zunächst ein unveränderter Indexwert von 46,2 Punkten gemeldet worden war. Werte unterhalb der 50-Punkte-Marke deuten auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten hin.

"Die Daten für November zeigen ein weiteres Schrumpfen des verarbeitenden Gewerbes", kommentierte S&P-Direktor Rob Dobson. Eine schwache Nachfrage, rückläufige Exporte, hohe Energiepreise und ein Materialmangel hätten den Industriesektor belastet. "Der Ausblick für den Sektor hat sich eingetrübt", sagte Dobson.

Die britische Industrie leidet seit längerem unter anhaltenden Problemen im Welthandel und teils drastischen Preissteigerungen von Rohstoffen und Vorprodukten. Hintergrund sind die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg. Außerdem lasten auch die Folgen des Brexits auf den britischen Industrieunternehmen.