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Brexit: Londoner City klagt über drohenden Mangel an Bankern und fordert Visaerleichterungen

·Lesedauer: 2 Min.
Der Finanzdistrikt in London.
Der Finanzdistrikt in London.

Zehn Monate nach dem Brexit gibt es im Vereinigten Königreich nun nicht nur einen Mangel an LKW-Fahrern, Pflegekräften und Schlachtern – bald werde es auch das Herzstück des britischen Kapitalismus treffen: die Londoner City, berichtet das „Handelsblatt“. Dort warnen die Chefs der Geldinstitute vor Personalengpässen.

Der Grund für die Warnung: Vor dem Brexit konnten Unternehmen ihre Mitarbeiter kostenlos zwischen Großbritannien und anderen EU-Ländern hin- und herbewegen. Seit Anfang des Jahres sind Arbeitsvisa nötig, selbst bei kurzzeitigen Einsätzen. Das erhöht die Personalkosten und verringert die Flexibilität.

Bis zu 13.000 Jobs haben sich seit dem Brexit von London in die EU verlagert

„Das Ende der Freizügigkeit hat den Zugang zu europäischen Fachkräften erschwert“, bestätigt ein Sprecher des Branchenverbands City UK. Die Einstellungskosten seien erheblich gestiegen. „Der Talentpool in London beginnt zu schrumpfen, weil mehr Fachkräfte nach Europa und an andere Orte umziehen“, warnte kürzlich der Europachef der US-Bank JP Morgan Chase, Vis Raghavan, gegenüber dem Finanzdienst „Bloomberg“. „Diese Fragmentierung ist nicht gut für die Finanzindustrie“, fügte Raghavan hinzu.

Die Corona-Pandemie hat diese Probleme bisher kaschiert – Geschäftsreisen fielen bisher weitestgehend aus. Während der Rückkehr zur Normalität werde nun allerdings deutlich, wie teuer die neuen Regeln für den Finanzplatz London seien, heißt es von City UK. Und weiter: Firmen seien auf das beste Personal aus aller Welt angewiesen, deshalb müsse die Regierung den Visaprozess erleichtern. Rund 17 Prozent der Beschäftigten im Londoner Finanzsektor sind EU-Bürger, weitere elf Prozent kommen aus dem Rest der Welt.

Schätzungen zufolge wurden 7000 bis 13.000 Finanz-Arbeitsplätze aus London in die EU verlagert. Die Zahl der europäischen Führungskräfte bei Londoner Banken ist laut einer Analyse der Finanzzeitung „Financial News“ um ein Drittel zurückgegangen, berichtet das „Handelsblatt“.

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