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Borrells Moskau-Reise: Estlands Regierungschefin kritisiert Russland

·Lesedauer: 1 Min.

TALLINN (dpa-AFX) - Estlands Regierungschefin Kaja Kallas hat Russland kritisiert und den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell nach dessen Moskau-Reise in Schutz genommen. "Meiner Meinung nach legt die Forderung nach Borrells Kopf für diesen Besuch den Schwerpunkt auf die falsche Stelle", sagte Kallas bei einer Fragestunde am Mittwoch im Parlament in Tallinn.

Borrell habe selbst bereits eingeräumt, dass seine Reise fehlgeschlagen sei. "Unser Blick muss auf Russland und die Verhängung von Sanktionen gerichtet sein", sagte die Ministerpräsidentin des baltischen EU- und Nato-Landes.

Borrell steht nach einer Russlandreise vergangene Woche in der Kritik, weil der russische Außenminister Sergej Lawrow die EU ohne großen Widerspruch hart kritisiert hatte. Aus dem Europaparlament wurden daher Rufe nach einer Demission des Spaniers laut. Noch während Borrells Besuchs erklärte das russische Außenministerium zudem drei EU-Diplomaten "zu unerwünschten Personen"

"Russland hat den Vertreter Europas gedemütigt, Europa gedemütigt", sagte Kallas. "Ich glaube, dass dies all jenen die Kraft nehmen wird, die naiv gehofft haben, dass ein Dialog mit Russland möglich sein würde. Russland will eindeutig keinen Dialog und davon müssen wir geleitet werden."

Nationale eigene Sanktionen gegen Russland hält Kallas dabei für nicht zielführend. "Estland allein ist klein, und in erster Linie müssen wir mit anderen europäischen Staaten zusammenarbeiten. Diese Sanktionen sind wirksam, wenn sie von allen, von der gesamten EU, verhängt wurden. Nur dann werden sie Früchte tragen."

In Estland und den anderen beiden Baltenstaaten Lettland und Litauen gab es starke Kritik an Borrells Moskaureise. Auch Kallas äußerte sich zuvor am Dienstag noch kritischer: "Ich stimme denen zu, die glauben, dass der Zeitpunkt, das Programm und die Botschaften des Besuchs des Hohen Vertreters der Europäischen Union schlecht durchdacht waren", sagte sie im estnischen Rundfunk.