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Borrell will trotz Bedenken von EU-Staaten nach Moskau reisen

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell will trotz der jüngsten Entwicklungen im Fall Nawalny zu Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nach Moskau reisen. Er habe die Außenminister der EU-Staaten bei Beratungen am Montag über seine Absicht informiert, eine bereits seit längerem bestehende Einladung anzunehmen, sagte Borrell am Montag in Brüssel. Der Besuch werde in der ersten Februar-Woche stattfinden und sei eine gute Gelegenheit, klare Botschaften der EU zur aktuellen Lage zu übermitteln.

Die Außenminister der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen hatten Borrell zuvor schriftlich gebeten, aus Protest gegen die Inhaftierung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny eine Verschiebung des Moskau-Besuchs zu erwägen. Sie fordern zudem zusätzliche EU-Sanktionen gegen Russland.

Borrell erklärte am Montag, er halte es für wichtig, mit Moskau zu reden, bevor es im März beim nächsten EU-Gipfel eine strategische Diskussion über die Beziehungen der EU zu Russland gebe. Er werde mit der russischen Regierung auch über Nawalny reden.