Deutsche Märkte öffnen in 4 Stunden 4 Minuten

Bitcoin-Kurs: 5 Gründe für einen langfristigen Anstieg

Phillip Horch
Bitcoin-Kurs Long Position?

Der Bitcoin-Kurs ist nicht wie der anderer Assets. Anstiege von zehn Prozent innerhalb von 24 Stunden sind hier keine Seltenheit. Doch genau so schnell kann es wieder bergab gehen. Hat der BTC-Kurs eben noch eine bestimmte Marke durchbrochen, kann sie am nächsten Tag wieder lange in Vergessenheit geraten sein. Doch wird dieses Mal alles anders? Diese Gründe sprechen für einen langfristigen Anstieg der führenden Kryptowährung nach Marktkapitalisierung: Wir setzen uns die Bullen-Hörner auf.

1. Bitcoin als Ausweich-Asset für eine bröckelnde Wirtschaft

Es ist kein Geheimnis: Es gab Zeiten, in denen die Weltwirtschaft besser da stand. Der Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten USA und China spitzt sich mit jedem Tag weiter zu. US-Präsident Donald Trump wird nicht müde, Sanktionen zu verhängen und mit weiteren zu drohen. Da erscheint es naheliegend, dass seit der jüngsten Verhängung neuer Strafzölle auch der Bitcoin-Kurs steigt.

Schließlich wird Bitcoin zunehmend als Ergänzungs-Asset für Krisenportfolios erkannt. Greifen Investoren in Zeiten einer drohenden Rezession gewöhnlich zu Edelmetallen, hat die Kryptowährung durchaus Potential dazu, sich zu Gold, Silber & Co. zu gesellen. Ein Grund dafür, dass der Bitcoin-Kurs langfristig steigen kann.

2. Der Bitcoin-Kurs und geopolitische Spannungen

Venezuela zeigt es immer wieder: Kryptowährungen werden zunehmend zum Instrument im geopolitischen Machtkampf. So gab die Maduro-Regierung in Venezuela im Jahr 2018 eine eigene digitale Währung, den Petro, heraus.

Das Versprechen: Jede Einheit der Kryptowährung soll von einem Fass venezolanischen Öls gedeckt sein. Der Clou an der Sache: Mit der Aktion schaffte sich das Land eine Möglichkeit, die US-Zölle umgehen. Das Perfide: Die Bevölkerung des inflationsgeplagten Landes scheint von der Aktion nicht zu profitieren, sondern muss sich indes nach Alternativen umsehen. Denn die Inflation ist dort bisweilen so stark, dass das Geld am Ende des Tages nur noch einen Bruchteil des Werts hat, den es am Morgen hatte.

Um sich vom Zentralbanken-System zu emanzipieren, greift die Bevölkerung – man mag es ahnen – zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Durch seine Eigenheit, von keiner zentralen Institution kontrolliert zu werden, bietet BTC hier einen Ausweg. Die Beweggründe mögen keine schönen sein. Dennoch: Ein weiterer Antrieb für den Bitcoin-Kurs.

3. Der Blick von außen

Die öffentliche Wahrnehmung von Kryptowährungen ändert sich zunehmend. Bisweilen ist ein verbessertes Verständnis zu beobachten, das Kryptowährungen letzten Endes mehr Seriosität verleiht. Die Wahrnehmung von Bitcoin als Nischenprodukt und Darknet-Währung wandelt sich zunehmend zu einem Asset, das gekommen ist, um zu bleiben.

Wiederum zeigt hier der Blick nach Übersee das sich wandelnde Verständnis von Kryptowährungen. Erst kürzlich äußerten Mitglieder des US-Senats die Auffassung, dass man Kryptowährungen nicht verbieten könne. Die einzig sinnvolle Reaktion zeigte jüngst die deutsche Bundesregierung: Schadensbegrenzung statt Restriktion. Anders gesagt: Was man nicht verbieten kann, sollte man sinnvoll regulieren.

Eine regulierte Umgebung wird letztlich auch zu einer größeren Bereitschaft bei institutionellen Investoren führen, Kapital in Kryptowährungen zu investieren. Weiteres Futter für den Bitcoin-Kurs.

4. BTC Halving & der Bitcoin-Kurs

Das nächste Halving kommt mit Sicherheit. Bei diesem Event, das im kommenden Jahr ansteht, halbiert sich die Belohnung für Bitcoin-Mining. Das bedeutet letztlich, dass Miner pro geschürften Block nur noch 6,25 BTC anstatt 12,5 BTC bekommen. Denn die deflationäre Struktur der Kryptowährung sieht es vor, dass sich eben dieser Reward in regelmäßigen Block-Abständen halbiert.

Damit wird die Kryptowährung kontinuierlich wertvoller. Gemäß dem Stock-to-Flow-Modell lässt sich auch hier ein Ansteigen des Bitcoin-Kurses erwarten:

In Erwartung eines Kursanstiegs durch das BTC Coinbase Reward Halving steigen bereits im Vorfeld die Kurse. Dies könnte ein Grund für den zyklischen Verlauf aus Boom-and-Bust-Phasen der Kryptowährung Nr. 1 sein. Das Modell stellt für den Peak des nächsten Zykluses (nach dem Halving im Mai 2020) einen Kurs von 55.000 US-Dollar in Aussicht.

Für solche optimistischen Zukunftsprognosen spricht nicht zuletzt die gestiegene Nachfrage nach Geräten für das BTC-Mining. Große Hersteller der Geräte geraten hier zunehmend in Schwierigkeiten, die Geräte nachzuliefern, der Konkurrenzdruck unter den Schürfern steigt weiter an. Der neue AvalonMiner etwa ist bis Oktober vergriffen.

5. Steigendes Interesse und Deflation befeuern den Bitcoin-Kurs

Die deflationäre Grundstruktur des BTC-Systems ist es letztlich auch, das die Kursentwicklungen befeuern kann. Denn laut einer (sehr optimistischen) Studie des Investment-Hauses Grayscale gibt es allein im amerikanischen Markt 21 Millionen potentielle Investoren für die Kryptowährung. Das deckt sich fast genau mit der maximalen Bitcoin-Anzahl von 21 Millionen. Steigt hier die Nachfrage weiter, wird sich das Angebot jedoch nicht ändern, schließlich ist die Anzahl der Kryptowährung gedeckelt. Auch hier lassen sich Faktoren für einen möglichen Kursanstieg sehen.

Wichtige Anmerkung

Doch bei aller potentiellen Euphorie und erträumten Kursfeuerwerken ist nicht zu vergessen: Wir haben es hier mit einem hochvolatilen und unberechenbaren Markt zu tun. So finden sich zwar Gründe, die für einen langfristigen Anstieg des Bitcoin-Kurses sprechen, die durchweg fundiert und wahrscheinlich sind. Allerdings gibt es noch keine statistisch validen Belege, die einen Kausalzusammenhang zwischen wirtschaftspolitischen Verwerfungen und steigendem Bitcoin-Kurs nachweisen. Die Vergangenheit zeigt jedoch auch: Früher oder später fallen die Kurse wieder. Grund genug, sich einige Trading-Tipps anzusehen.

 

Source: BTC-ECHO

Der Beitrag Bitcoin-Kurs: 5 Gründe für einen langfristigen Anstieg erschien zuerst auf BTC-ECHO.