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Bitcoin-Bodenbildung: Pause vor Erholung oder neuem Ausverkauf?

·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 3 Min.

Bitcoiner haben es weiterhin nicht leicht: Die Cyberdevise bleibt angeschlagen und die Stimmung im Keller. Anleger stehen am Scheideweg: Bildet sich langsam der Boden als Vorbereitung für einen erneuten Bullenlauf aus oder ist die Konsolidierung nur eine Atempause vor dem nächsten Crash?

Kryptowährung Bitcoin
Kryptowährung Bitcoin

Immerhin: Bitcoiner können nach zwei Monaten im dauerhaften Ausverkaufsmodus mal wieder auf eine positive Handelswoche zurückblicken – nicht zuletzt durch den Beschluss in El Salvador, den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel zuzulassen. Bei Kursen von 38.000 Dollar hat die kontroverse Kryptowährung zumindest den befürchteten Dammbruch durch die 30.000-Dollarmarke vermieden.

Erneut wagte das Bärenlager gleich zu Wochenbeginn einen beherzten Angriff und schickte den Bitcoin bis auf 31.000 Dollar nach unten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zugewinne, die im April noch über hundert Prozent betragen hatten, auf wenige Prozent zusammengeschmolzen.

Bitcoin vor Bodenbildung?

Allerdings: Dass die so wichtige 30.000-Punktemarke, die im Mai dreimal angesteuert worden war, nun ein drittes Mal gehalten hat, wurde von Bitcoin-Bullen und Chartanalytikern als positives Signal gedeutet, dass eine Bodenbildung weiter voranschreitet.

Jurrien Timmer, Director Global Marco beim Fondsriesen Fidelity, hat den Bitcoin-Ausverkauf in den vergangenen zwei Monaten fast punktgenau nach der Charttheorie der Elliott Wellen vorausgesagt und sieht ein Ende des Crashs in Reichweite. Die 5. Elliott-Welle könnte möglicherweise noch bis auf 30.000 oder im schlimmsten Fall bis auf 23.000 Dollar reichen, danach könnte eine nachhaltige Erholung starten.

Analogie zu Memaktie

„Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der Großteil des Ausverkaufs hinter uns liegt“, twitterte Timmer bereits vor einer Woche. Im Wochenverlauf verwies der Aktienanalyst auf die Analogie zu Memaktien wie Gamestop und AMC, die zuletzt eine bemerkenswerte Renaissance erfahren hatten.

„Bitcoin ist dem allgemeinen Aufstieg-und-Fall-Muster der Memaktien gefolgt (mit einmonatiger Verzögerung). Das deutet darauf hin, dass wir uns jetzt im Zeitfenster eines Tiefs befinden“, legt sich der Fidelity-Mann fest.

James Cramer: Beim Bitcoin ist Geduld gefragt

CNBC-Marktkommentator James Cramer, in den ersten Monaten des Jahres ein großer Befürworter der Kryptowährung, teilt die Einschätzung nach der Chartanalyse in Grundzügen.

„Der Chartverlauf, wie ihn (der Charttechniker – Anmerkung der Redaktion) Tom DeMark interpretiert, legt nahe, dass der Bitcoin noch einen Monat benötigen könnte, um einen Boden auszubilden. Angesichts von DeMarks Erfolgsbilanz ist das ein guter Grund, um beim Bitcoin geduldig zu sein“, fand Cramer Ende vergangener Woche.

Bitcoin-Ausverkauf wie Dow Jones-Crash 1987?

Der renommierte Charttechniker sieht ähnlich wie Jurrien Timmer ein begrenztes weiteres Abwärtspotenzial bis auf 32.000 bzw. im Worst Case auf 24.000 Dollar. DeMark sieht in Bitcoins dramatischem Sturz Mitte Mai auf 30.000 Dollar Parallelen zum Jahrhundert-Crash im Dow Jones 1987.

„Die Analogie zu 1987 sind gute Nachrichten“, findet James Cramer. „Nach dem 87er-Crash hat sich der Aktienmarkt schnell erholt“, erinnert sich der CNBC-Moderator der Börsensendung „Mad Money“. Der Dow Jones verlor seinerzeit 20 Prozent an Wert, während der Bitcoin am 19. Mai sage und schreibe 31 Prozent an Wert verlor. Von den Tiefs hat sich die wertvollste Kryptowährung der Welt seitdem um 20 Prozent erholt und notiert vor dem Start der neuen Handelswoche bei Kursen von 36.000 Dollar.

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