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Biobauern leiden unter Klimakrise - Forderung nach Agrarwende

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BERLIN (dpa-AFX) - Nach einem weiteren Dürresommer rufen der Biobauern-Verband Demeter und die Initiative Farmers for Future dazu auf, die Landwirtschaft klimafreundlich umzubauen. Anlässlich der weltweiten Proteste für mehr Klimaschutz forderten sie am Freitag, künftig 70 Prozent der EU-Agrargelder in Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz zu lenken. Die Landwirtschaft könne insgesamt klimafreundlicher und resistenter gegen Wetterextreme werden, wenn mehr Bauern dem Beispiel des Ökolandbaus folgen würden - mit seiner Humuswirtschaft und vielfältigen Fruchtfolgen.

Wegen zu hoher Temperaturen im Frühjahr und zu wenig Niederschlag im Sommer hätten Biobauern und -bäuerinnen in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Folge Ernteausfälle hinnehmen müssen, Teile der Herden hätten wegen Futtermangel geschlachtet werden müssen. "Der Klimawandel macht Bauern und Bäuerinnen die Arbeit schwer - sie leiden unter den Folgen von Dürren und außergewöhnlichen Starkregenfällen", erklärte Demeter-Vorstand Alexander Gerber.