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Biden: USA wollen für sichere Schifffahrt im Nahen Osten sorgen

DSCHIDDA (dpa-AFX) - Die USA wollen laut Präsident Joe Biden die internationale Schifffahrt und den Seehandel im Nahen Osten schützen. "Die USA werden keinen ausländischen und regionalen Mächten erlauben, die Freiheit der Schifffahrt durch Wasserwege im Nahen Osten zu gefährden", sagte Biden beim Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrats am Samstag in Dschidda. Der freie Warenverkehr, darunter durch die Meerenge Bab al-Mandab und die Straße von Hormus, seien ein "Lebenselixier". Die USA würden keine Bemühungen eines Landes hinnehmen, andere Staaten in der Region zu beherrschen.

Die Äußerungen waren ein Verweis auf den Iran, den unter anderem Erzfeind Saudi-Arabien als Bedrohung empfindet. Der Konflikt mit dem Iran wurde zuvor auch auf internationalen Schifffahrtswegen ausgetragen. Dabei kam es zu mehreren Zwischenfällen vor allem in der Straße von Hormus, die zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman liegt. Sie zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die USA hatten den Iran für diverse Attacken auf Handelsschiffe in dem Seegebiet verantwortlich gemacht, was Teheran bestritt. Auch der Bab al-Mandab ist ein strategisches Nadelöhr für den Seehandel.

Der Golf-Kooperationsrat ist das wichtigste politische und wirtschaftliche Bündnis in der Region. Mitglieder sind die Golfstaaten Bahrain, Katar, Kuwait, der Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sowie Saudi-Arabien, das in der Gruppe eine beherrschende Stellung einnimmt. Vereinbarungen des GCC drehen sich meist um Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Sicherheitsfragen.

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