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Berlin: Benin-Bronzen können zurück nach Nigeria - “es war falsch, sie 120 Jahre zu behalten”

Deutschland und Nigeria haben in Berlin den Weg freigemacht für die Rückführung in der Kolonialzeit geraubter Kunstobjekte. Mit einer «Gemeinsamen Erklärung zur Rückgabe der Benin-Bronzen» wurde in Berlin ein Rahmen geschaffen, wie die Eigentumsrechte an
den wertvollen Stücken von deutschen Museen an Nigeria übertragen werden können.

Außenministerin Annalena Baerbock, Kulturstaatsministerin Claudia Roth (beide Grüne) und ihre Amtskollegen aus Nigeria, der nigerianische Kulturminister Lai Mohammed und der Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten, Zubairo Dada, unterzeichneten ein   Abkommen, das eine «bedingungslose Rückgabe» vorsieht. Gleichzeitig wollen beide Seiten, «dass die deutschen öffentlichen Museen und Institutionen die Benin-Bronzen weiterhin als Leihgaben ausstellen» können.

Barbara Plankensteiner, wissenschaftliche Leiterin des Museums am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK) in Hamburg:

„Wir sind uns alle einig, dass dies ein notwendiger und wichtiger Schritt ist, auch für eine neue Kultur der Zusammenarbeit mit unseren Partnerländern im globalen Süden,  dass wir illegal erworbene Kulturgüter des kolonialen Kontextes zurückgeben.“

«Es war falsch, die Bronzen wegzunehmen, es war falsch, sie 120 Jahre zu behalten”

«Es war falsch, die Bronzen wegzunehmen,” sagte Baerbock, “es war falsch, sie 120 Jahre zu behalten”. In Zukunft könnten «die Bronzen Urlaub machen in deutschen Museen.»

Zubairo Dada sprach von dem «Beginn einer neuen Ära in Kultur und Diplomatie».

BEUTEKUNST

Zwei Bronzen aus Berliner Beständen wurden direkt im Anschluss übergeben. Etwa 1.130 der kunstvollen Stücke aus dem Palast des

damaligen Königreichs Benin, das als Edo State heute zu Nigeria gehört, sind in rund 20 deutschen Museen zu finden. Die Objekte, 
meist aus Bronze, aber auch aus Elfenbein und Holz gefertigt, stammen größtenteils aus britischen Plünderungen des Jahres 1897.

FAUVISMUS

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele große Meister wie André Derain, Pablo Picasso, Henri Matisse und Amedeo Modigliani fasziniert von afrikanischer Kunst. Der sogenannte der Primitivismus brachte sehr innovative Werke hervor, wie "Les Demoiselles d'Avignon" (1907) von Picasso und der "Kopf einer Frau" (1912) von Modigliani. Matisse zählt mit Picasso zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. Neben Derain gilt er als Wegbereiter und Hauptvertreter des Fauvismus, der die Loslösung vom Impressionismus propagierte und die erste künstlerische Bewegung des 20. Jahrhunderts darstellt.

su mit dpa

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