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Bayern fordert vom Bund zehn Milliarden Euro für Katastrophenschutz

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach der Einigung auf das 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mehr Geld für den Zivil- und Bevölkerungsschutz. Es sei geboten, dass der Bund nun auch gleichzeitig zehn Milliarden Euro unter anderem für einen flächendeckenden Sirenenausbau bereitstelle, sagte der CSU-Politiker und Vorsitzende der Innenministerkonferenz am Montag in München.

Nach Herrmanns Aussage ist es übereinstimmende Meinung der Länderinnenminister, dass der Katastrophenschutz gestärkt werden müsse, es habe aber noch keine Detailabsprachen gegeben. "Darüber werden wir in Würzburg reden müssen", sagte Herrmann. Bis zum Herbst werde hoffentlich eine bundesweite Liste erstellt werden können mit den Gütern, die angeschafft werden müssten.

Handlungsbedarf gebe es etwa auch bei der allgemeinen Ausstattung von Hilfsorganisationen und Feuerwehren, so fehlten etwa vielerorts mobile Feldküchen, benötigt würden aber auch Pandemie-Vorratslager.

Generell müsse der Katastrophenschutz in Deutschland deutlich besser für die Zukunft gewappnet sein, dies habe auch die Corona-Pandemie gezeigt. Wie bei der Polizei müsse auch hier das Motto "Sicherheit durch Stärke" sein. Die Konferenz der Innenminister und Innenministerinnen findet vom 1. bis 3. Juni in Würzburg statt. Bayern hat in diesem Jahr den Vorsitz.

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