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Bas will in Kiew Selenskyj treffen - Gedenken aller Weltkriegstoten

BERLIN (dpa-AFX) - Bundestagspräsidentin Bärbel Bas wird bei ihrem Besuch in Kiew an diesem Sonntag möglicherweise auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Es seien verschiedene Gespräche geplant, sagte sie im Interview der Woche des SWR. "Und nach jetzigem Stand treffe ich möglicherweise auch den Präsidenten Selenskyj. Das steht aber alles noch nicht fest. Das ist auch immer die Frage, wie die Sicherheitslage sein wird."

Bas reist auf Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa in die ukrainische Hauptstadt. Es gehe darum, der Toten des Weltkriegs zu gedenken - "aller Opfer übrigens", wie Bas dem SWR sagte. "Und natürlich ist auch mein Wunsch, dass wir die Parallelen dieses Krieges von damals ins Heute ziehen, also dass Krieg nur Verlierer kennt und dass wir zu einer Waffenruhe kommen müssen und die Eskalation vermeiden."

Die Bundestagspräsidentin will nach eigenen Angaben auch auf die große Hilfsbereitschaft Deutschlands hinweisen. "Wir machen ja sehr viel auch in der humanitären Hilfe. Deutschland nimmt viele Flüchtlinge auf, das will ich noch mal wiedergeben. Und natürlich werde ich auch Wünsche der Ukraine mit nach Deutschland nehmen, die sicherlich da sind." Ein anderes Thema werde der von der Ukraine angestrebte EU-Beitritt sein.

Die Reise werde schon seit Anfang April geplant, sagte Bas weiter. Sie erfolge in enger Abstimmung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Auf die Frage, ob sie keine Angst habe, antwortete die SPD-Politikerin: "Doch ein bisschen schon, das will ich gar nicht verhehlen. Das ist eine Reise, wo man nie weiß, ob man ankommt oder auch wieder zurückkommt." Sie hoffe aber, dass alles sicher sei. "Bisher sind alle, die mal dort waren, auch sicher wieder zurückgekommen. Und da denke ich jetzt mal positiv."

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