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Im August bis zu acht Prozent der Bahnstrecken überlastet

·Lesedauer: 1 Min.
Unkraut wächst zwischen den Gleisen auf dem Gelände eines Bahnhofs. (Archivbild)
Unkraut wächst zwischen den Gleisen auf dem Gelände eines Bahnhofs. (Archivbild)

Die Schienen in Deutschland sind überlastet. In der jetzigen Lage könne so kein weiterer Güterverkehr aufgenommen werden, warnen Politiker. Es müsse investiert werden - nach dem Motto «Schiene first».

Berlin (dpa) - Ein Teil des Bahn-Streckennetzes ist regelmäßig überlastet. Je nach Tageszeit waren im Augugst durchschnittlich bis zu acht Prozent der Schienenwege betroffen.

Insgesamt sind das gut 2800 Kilometer, wie aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Abgeordneten Sven-Christian Kindler (Grüne) hervorgeht. Darüber berichtete der «Focus».

Die Schiene sei derart überlastet, dass sie keine weiteren Güterverkehre mehr aufnehmen könne, warnte Kindler. «Nach der Bundestagswahl brauchen wir ein Jahrzehnt "Schiene first".» Investitionen sollten aus einem Fonds bezahlt werden, der außer aus Krediten und Haushaltsmitteln aus der Lkw-Maut gespeist werden solle.

Selbst nachts wies die Bahn im August für drei Prozent der Streckenkilometer eine Auslastung von mehr als 110 Prozent aus, zwischen 16.00 und 19.00 Uhr stieg der Anteil auf acht Prozent.

Strecken gelten ab 110 Prozent als überlastet

Nicht angeben ist in der Antwort, die der dpa vorliegt, inwieweit davon wichtige Knoten im Bahnnetz betroffen waren. Mit solchen Flaschenhälsen kämpft die Bahn seit langem, etwa in dem sie neue Weichen und Überholgleise baut. So waren die Strecken zwischen Köln und Dortmund nach Bahn-Berechnung vor Corona bis zu 140 Prozent ausgelastet, andere Abschnitte waren Fulda-Mannheim (135 Prozent), Würzburg-Nürnberg (125 Prozent) und der Raum Hamburg (120 Prozent).

Verspätungen und Zugausfälle kann es üblicherweise schon ab 90 Prozent geben, ab 110 Prozent gilt eine Strecke als überlastet.

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